-ky und Dana
Da werte ich doch mal Koldirs Einschätzung als für mich geeigneten Tipp und teste heimlich Frau Gabaldons Epos an. Die Schmachtszene reiße ich aus und schicke sie Amer zum Geburtstag.
-ky war einmal die Vorzeigefigur des deutschen Soziokrimis aus den 70er Jahre. Da hat er auch einige flott geschriebene Romane vorgelegt, die ich für sehr lesenswert halte. Der bekannteste ist wahrscheinlich „Einer von uns beiden”, Vorlage für Wolfgang Petersens ersten Kinofilm (natürlich mit Jürgen Prochnow). -kys Romane spielten entweder in Berlin, mit Oberkommissar Mannhardt, oder in der fiktiven norddeutschen Kleinstadt Bramme, wo sich -ky ein hübsches kleines Miniuniversum aufbaue, mit Figuren, die immer wieder am Rand oder mehr im Zentrum der Handlungen auftauchen. Keine großen Mordgeschcihten, sondern eher psychologisch und soziologisch, Bosetzky ist ja Soziologie-Prof. angehauchte, aber wie gesagt in einer flotten Schreibe.
Nach der Enttarnung des Pseudonyms ging es radikal bergab. Auus der flotten Schreibe wurde fader, bemühter Manierismus, platte Kalauer und nicht vorhandene Handlung, Dialoge, die nicht durch die Charaktere vorgegeben wurden, sondern aus dem Sprachgebrauch des Auotren stammen - all das verleidet einem den späten - ky.
Fazit: Fast alles gut bis Ende der 70er, danach fast alles schlecht, das gilt auch für die Short Stories. Mit den entsprechenden Titeln kann Max sicher dienen.