-ky und das deutsche
was soll ich sagen? jens spricht wahr. die für mich schwer einzuschätzende frage ist, wie das "frühwerk" auf den nicht-zeit-genossen / nicht-zeit-zeugen wirkt. vorstellbar ist, dass das, was z.b. auch für mich die sache gut und spannend macht, bei jüngeren eben nicht mehr rüber kommt.
womit der qualitäts-verlust zusammen hängt, wäre eine weitere frage. bei vielen autoren habe ich irgendwann den verdacht, dass sie "gesagt haben, was sie zu sagen hatten". so auch bei -ky. ob und wie das mit der "enttarnung" des pseudonyms zusammen hängt, ist schwer zu sagen.
zur ehrenrettung des deutschen krimis muss man vielleicht auch sagen, dass diese nun einmal lange zeit unter anderen bedingungen geschrieben wurden und die übertragung "amerikanischer verhältnisse" unplausibel gewesen wäre. wir sind aber alle vom "american way of writing" (und das gleiche gilt für filme und serien) infiziert.
so sehr, dass es bis heute wenige "deutsche" action-helden gibt. oder lest ihr eine serie um die post-apokalyptischen abenteuer des bundeswehr-piloten matthias drachs?