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Thema: JC-Classic Band 45 - Blutige Dollars
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erstellt am 02.09.06 15:36
Wow, „Blutige Dollar(s)“ scheint ein absoluter Lieblings-Titel der Bastei-Lektoren zu sein – egal, ob im Jerry Cotton Taschenbuch, bei den Western-Legenden oder in der Cotton Heftserie.

Dieser Roman gehört zu den schlechtesten Cotton-Heften, die ich je gelesen habe. Ich habe den Roman bereits auf Seite 25 abgebrochen, denn ich konnte den Stil dieses Autors einfach nicht mehr ertragen, der ist einfach eine heillose Katastrophe!
Dass es bei den Classic Heften keine Seite ohne mindestens fünf Fehler gibt, ist ja nichts Neues (nach der letzten Ausgabe, in der es erfreulicherweise verhältnismäßig weniger Fehler gab, ist wieder alles beim Alten) und mit der Zeit mag man sich daran ja auch gewöhnen. Dieser Roman ist allerdings gespickt mit Unwörtern und Sätzen, die niemandem entgehen dürfen, der sich Lektor nennt. Ich wage inzwischen zu bezweifeln, dass die Classics überhaupt einen (Außen-)Lektor haben, denn mal ehrlich: Auch, wenn sich jeder als Lektor hinstellen kann, ist es schon eine Kunst, Dinge wie die folgenden zu übersehen:

Seite 8: „Wir fuhren NACH der Centre Street...“ ARGH! Bei solchen Sätzen stehen mir sämtliche Haare zu Berge!
So etwas kann man ja noch als Versehen werten, würde da nicht eine Spalte weiter stehen: „Ich wartete noch eine halbe Stunde und fuhr NACH der 79sten Straße.“ Nach welcher Straße denn bitte?
Au Backe. Wenn denn "zur" oder "in die 79ste Straße", aber doch nicht NACH! Irgendwo später wurde das noch mal erwähnt, gnädigerweise habe ich aber vergessen, wo.
Doch damit nicht genug. Bei jeder unpassenden Gelegenheit fügt der Autor das Füllwort „so“ ein. In den letzten zwei Romanen gab es das auch, aber da stimmte die Story wenigstens; dieser Roman wirkte (zumindest bis Seite 25) irgendwie unspannend auf mich, zumal mich diese vielen Fehler (ich weiß nicht, was höher ist: Die Zahl der richtig oder die der falsch geschriebenen Worte) eh von der eigentlichen Story abgelenkt haben.
Auf Seite 23 wird sage und schreibe innerhalb von nicht mal ganz 4 ½ Zeilen drei Mal das Wort so benutzt – aber nicht etwa an Stellen wie „so oft“, „so schön“ usw., sondern dort, wo’s überhaupt nicht passt – einfach nur ätzend! Irgendwann konnte ich mich gar nicht mehr auf die Story konzentrieren, sondern erwartete einfach nur noch das nächste "so".
Tja, und damit wären wir wieder beim Problem Nichtautorennennung. An und für sich ist mir – vom Lesen her gesehen – der Name des Autors relativ gleich, ich wüsste nur gern, welche Romane er noch geschrieben hat, damit ich sie zukünftig meiden kann. Dieser Stil ist echt nicht auszuhalten! Ich gebe den Classics noch bis Band 50 die Chance, wenn sich bis dahin die Romane stilistisch nicht um 180 Grad drehen, war’s das mal wieder für mich mit den Classics.
Die Zeit mit der Erstveröffentlichung dürfte auch mal wieder nicht stimmen, diesmal heißt es, der Roman wäre 1960 erstveröffentlicht worden, soweit ich weiß, war das aber 1961. Egal, auf jeden Fall merkt man dem Teil an, dass es vor fast einem halben Jahrhundert geschrieben wurde, denn die Darstellung der FBI-Agenten ist da auch wieder etwas gewöhnungsbedürftig (wenn ich mir Sätze wie „Ein G-man weiß alles“ durchlese (Seite 19), wenn man die moderneren Cotton-Romane unserer Zeit ansieht.
Der Stil eines Kindergartenkindes ist zehnmal besser als der dieses Autors und das Lektorat bietet diesmal ein Musterbeispiel an Schlampigkeit. Ich hoffe auf Besserung. Keine Ahnung, wie diese Serie mit solch schlechten Romanen so erfolgreich werden konnte. Schade um die 1,50.

erstellt am 03.10.17 16:56
Möglicher Autor: Paul-Ernst Fackenheim.

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