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Thema: TB 73 289 - Monsterkopf
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erstellt am 28.01.07 23:27
John Sinclair TB 289 - Monsterkopf (von Jason Dark)

Der LKW-Fahrer Matt Ramsey will seinem Leben ein Ende setzen. Er steht mit seinem Truck auf einem Parkplatz nahe der Ortschaft Egerton und ist dabei, sich in den Kopf zu schießen. Die junge Polizistin Kate Boone, zusammen mit Kollege Don Steiner auf Routine-Überprüfung, überrascht den Trucker, kann aber nicht mehr verhindern, dass er Selbstmord begeht. Bald darauf greifen mysteriöse nackte Menschen den Parkplatz an. Kate Boone kann fliehen, während Don Steiner von den Gestalten getötet wird. Bei einem Geschäftsessen erklärt Tanner John Sinclair und Soku den Fall. Die beiden begeben sich nach Egerton und treffen dort auf Kate Boone, die ebenfalls Nachforschungen anstellt, wer ihren Kollegen ermordete. Im Ort entdecken die Drei seltsame Bilder bei den Einwohnern - Bilder eines Monsterkopfes, der sich aus den nackten Leibern vieler Menschen zusammensetzt. Auf Johns Kreuz reagieren die Bilder seltsam: Die nackten Menschen bewegen sich! Earl Donovan, der Gartencenterbesitzer und Hauptarbeitgeber im Ort, scheint ein zwielichtiger Bursche zu sein. Die Schwester der Selbstmörders, Mabel Ramsey, arbeitet in seinem Betrieb. Sie bekommt Besuch von einer Nackten, Kate Boone beobachtet das Ganze und zusammen mit Soku und John verfolgt sie die Spur zum Gartencenter. Hier entdecken sie das Geheimnis hinter dem Monsterkopf: Ein Durchgang nach Aibon, dem sagenhaften Paradies der Druiden! Guywano, ein Herrscher über eine Hälfte von Aibon, öffnete das Tor und die Seele Earl Donovans kam hindurch, um Opfer für den Monsterkopf zu suchen. Nun gehen immer mehr Bewohner Egertons durch den Übergang ins Druidenparadies, wo sie der riesige Monsterkopf erwartet und verschlingt. Auch John Sinclair, von Earl Donovan überwältigt, soll der Fratze zum Opfer fallen, kann sich aber durch eine gewagte Kletterpartie zunächst retten. Donovan wird im Eifer des Gefechts vom Monsterkopf verschlugen, noch bevor der zur Hilfe geeilte Soku mit seiner Dämonenpeitsche dem Kopf ein Ende setzt. Kate Boone hat unterdessen im Gartencenter in Notwehr einen Häscher von Donovan erschossen und von den Geschehnissen rund um Aibon nichts mitbekommen.

Dies ist nun das dritte John Sinclair Taschenbuch, dass ich in meinem Leserleben konsumiert habe und so langsam habe ich mich an den Stil Jason Darks gewöhnt. Schockieren kann mich da nichts mehr, auch wenn mein Sinn für Sprachästhetik ein ums andere Mal hundertsiebzig Seiten lang Alarm schlägt. Sei's drum. Inhaltlich hat "Monsterkopf" unter den drei Bänden, die mir bis jetzt bekannt sind (neben diesem noch "Raniels Engelswelt" und "Der Schädel-Schrank" ), eindeutig die Nase vorn - und das nicht nur, weil es um ein Gesicht geht. Man verzeihe mir die Wortspielerei. Als Sinclair-Neuling habe ich natürlich keine Ahnung, was es mit Aibon, seinen internen Konflikten und so weiter, auf sich hat. Aber ich kann mich an der einigermaßen kreativen Idee erfreuen, die diesem Band zugrunde liegt. Ein menschenverschlingender Riesenkopf, der in einer anderen Dimension herumlungert, das ist wieder einmal Trash pur, nur diesmal gefällt mir das Konzept besser als beispielsweise das eines Schrankes mit verschwindenden und schwebenden Schädeln. Richtige Spannung suche ich auch diesmal wieder vergebens, aber sobald John Sinclair sein Kreuz rausholt, das mysteriöse Bild zu leben beginnt, und es vor allem ins Druidenparadies geht, kommt doch so etwas wie Atmosphäre auf, die sich vor allem im Finale, Johns Kletterpartie am Monsterkopf, voll entfalten kann und aufgeht. So kann Sinclair auch mir gefallen, zumal auch mit dem zerfließenden Kopf, aus dem Leichen und Gliedmaßen strömen, auch der Splatter-Anteil nicht zu kurz kommt. Erstaunlicherweise ein Sinclair-Roman, der mich nach der etwas zähen ersten Hälfte zumindest im letzten Drittel gut unterhalten konnte.

Gruss, Andro

erstellt am 28.01.07 23:37
Also lieber Andro, der Partner von John heißt eindeutig Suko und nicht Soku! Da rollen sich dem geneigten Sinclair-Leser gleich mal alle Zehnägel auf.

erstellt am 29.01.07 13:08
ach was, der wird aus kompatibilitätsgründen demnächst eh in Sudoku umbenannt

is zwar schon ne ganze weile her, aber fand den roman damals glaub ich recht schlecht - und die engelswelt noch schlechter; Schädelschrank sagt mir jetzt nix (nummer?)

erstellt am 29.01.07 13:22
Aloah!

Der Schädel-Schrank hatte die TB Nummer 306.
Rezension dazu von mir siehe hier...
Und ja, ich hab mich bei Suko verschrieben...

Gruss, Andro

erstellt am 29.01.07 20:45
Ich fand "Momnsterkopf" recht gut. War so ein dreier-Kandidat. Guter Durchschnitt eben. Eins der letzten guten bzw. lesbaren Taschenbücher. Danach kam nur noch Müll. Einzig "Im Kerker der schönen Justine" war noch ein gutes Buch.

erstellt am 29.01.07 23:15
aha, 306
da hab ich die TBs schon nichmehr gelesen :)

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