Suche
Beitrag User
 
 
Thema: 1492 Vampir-Attacke
| |

Antworten zu diesem Thema: 0

 
Zurück
Weiter
1


erstellt am 26.02.07 15:03
Kurzbeschreibung:
John Sinclair wird mitten in der Nacht zu einer Vampirin gerufen, die sich in einer Straßenkehrmaschine verfangen hat. Nachdem John die Blutsaugerin erlöst hat, werden er und die Polizisten unter Beschuss genommen. Dann rast ein Schatten vom Himmel und fliegt mit der Leiche wieder fort. John befragt Justine Cavallo nach dem fliegenden Vampir, doch sie kann ihm nur den Namen Ramon sagen, mehr weiß sie angeblich auch nicht.
Am nächsten Morgen erfahren John und Suko von einem neuen Fall, in dem ein fliegender Mann einen Messerstich überlebt hat und mit einer jungen Frau weggeflogen ist.
Als sich die Geisterjäger in der Wohnung der Entführten umsehen erscheint auch Ramon, der mit John Sinclair noch eine Rechnung offen hat ...

Meinung:
Fliegende Vampire sind an und für sich nichts ungewöhnliches. Doch dieser schafft es, ohne dass er sich verwandeln muss. Für John wird die Sache dadurch noch gefährlicher, dass sich Ramon nicht scheut auch Pistolen zu benutzen. Positiv fällt auch auf, dass Justine lediglich als Ratgeberin fungiert und den Geisterjägern nicht die Show stiehlt. Darüber hinaus ist der Roman ungewöhnlich temporeich und rasant. Die Schreibe ist flott und angenehm zu lesen. Nur ein paar „verdammt“ zu viel stören den Lesefluss ein wenig. Die Vampire hat der Autor wunderbar dargestellt und präsentiert dem Leser die für die Serie so typischen Blutsauger, die so gar nichts mit den romantischen Gestalten zu tun haben, zu denen sie in anderen Büchern und Filmen oftmals stilisiert werden. Bei Jason Dark sind Vampire das höllische Äquivalent von Drogensüchtigen, die wie mutierte Zombies auf der Suche nach ihrem Stoff sind. Dracula II, Justine Cavallo und auch Ramon bilden da schon die Edelexemplare, die ihre „Sucht“ einfach besser im Griff haben.
Das Ende vermag ebenfalls vollkommen zu überzeugen, weist aber in der Erklärung einige Ungereimtheiten auf. So behauptet Saladin plötzlich Telekinese zu beherrschen. Allerdings hat man als Leser den Eindruck Jason Dark wäre wieder einmal mit den Begrifflichkeiten „Teleportation“ und „Telekinese“ durcheinander gekommen. Für John ist diese Offenbarung durchaus logisch und er schalt sich selbst einen Narren, nicht schon eher an Saladin gedacht zu haben. Aber der Hypnotiseur beherrscht im Prinzip nur die Teleportation. Sollte er nun auch die Telekinese beherrschen würde er ein fast übermächtiger Gegner sein. Zudem wäre es dann unlogisch, weshalb er die neuen Kräfte dafür verschwendet einen Vampir fliegen zu lassen. Weshalb er zu diesem Zweck den Vampir hypnotisieren musste bleibt ebenfalls unklar. Dafür zeigt John am Ende noch einmal richtige Gefühle indem er quasi durchdreht und Saladin dem Vampir zum Fraß vorwirft. Solche Szenen haben schon lange gefehlt und heben den Roman deutlich über den Durchschnitt.

Fazit:
Einer der besten John-Sinclair-Romane der letzten Zeit, mit nur wenigen Störfaktoren, die durch die rasante und spannende Story kompensiert werden.

Ich habe diese Rezension vor allem deswegen hier eingesetzt, um zu zeigen, dass ich die Romane nicht nur in Misskredit bringen will. Es gibt immer noch gute und unterhaltsame Romane bei "John Sinclair". Leider sind diese sehr selten geworden.

Zurück
Weiter
1

Top

Sie interessieren sich für unsere aktuellen Meldungen? Hier finden Sie die neuesten Informationen rund um unsere Verlagsprodukte.
mehr ...
 
Hier finden Sie wichtige Informationen und Hinweise zur Registrierung und der Struktur des Bastei Forums.
mehr...
Content Management by InterRed