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Thema: TB 73312 Ein Engel aus der Hölle
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erstellt am 19.03.07 18:21
Frank Durban ist der beste Undercover-Agent der Metropolitan Police. Seine Aufklärungsquote beträgt 100 %! Doch seine Kollegen und Vorgesetzte werden misstrauisch weil bei seinen Einsätzen keine Zeugen zurückbleiben und es immer wieder Tote gibt.
Die Abteilung der Innenrevision wendet sich Sir James, der John und Suko auf den Fall ansetzt. Als die beiden Geisterjäger Frank Durban einen Besuch abstatte erwärmt sich Johns Kreuz kurzfristig. Damit steht für die Scotland-Yard-Beamten fest, dass Durban mit dunklen Mächten paktiert. Das Gespräch mit dem Kollegen verläuft ergebnislos. Doch kurz darauf wird auf John und Suko ein Mordanschlag verübt ...

Meinung:
Mit diesem Band endet die Ära der John Sinclair Taschenbücher. 26 Jahre lang erschien Monat für Monat ein neues extralanges Abenteuer mit John Sinclair und nun geht der Geisterjäger in dem 312. Taschenbuch das letzte Mal in dieser Form auf Dämonenjagd. Leider sind Story und Umsetzung ziemlich lau und nicht gerade würdig als Abschluss für die Reihe. Die Handlung beginnt mit der Eliminierung zweier Dealer und obwohl genug Action vorhanden ist, wird der Leser mit konstruierten, unrealistischen Dialogen gelangweilt und der Engel aus der Hölle ist blass und farblos. Danach ist ebenfalls kein Anstieg der Qualität zu verzeichnen, denn es folgen seitenlange Gespräche und ein langweilig geschilderter Mordanschlag, bei dem einzig und allein die kurzzeitige Verwandlung des Höllenengels interessant ist.
Normalerweise sind die Höllenengel-Romane von Jason Dark äußerst spannend und inspirierend. Der Autor versteht es die christlichen und jüdischen Mythen unterhaltsam und spannend für seine Geschichten umzugestalten. Das haben Gegner wie Belial, Metatron oder Lilith mehrfach bewiesen. Doch der Höllenengel namens Fiona aus dem vorliegenden Buch hat überhaupt keinen Hintergrund erhalten und es wird einfach lapidar behauptet, dass der Teufel diesen Engel erschuf. Als am Ende dann erwähnt wird, dass sich Fiona nur um Frank Durban kümmerten, um an John Sinclair heranzukommen verliert der Roman den letzten Funken an Glaubwürdigkeit.
Darüber hinaus ist die Story angefüllt mit Ungereimtheiten und Schreib- oder Druckfehlern, die das Lesen zu einer Zumutung machen.
Zum einen wird behauptet, dass Durban nur Tote zurücklässt und kurz darauf heißt es, dass es auch Überlebende gab, die aber nichts aussagen konnten. Außerdem wird erzählt, dass Durban nie verletzt wurde oder auch nur den geringsten Kratzer bei seinen Aktionen abbekommen hat. Doch bei der Beseitigung der beiden Dealer zu Beginn des Romans wird Frank ein Messergriff an den Kopf geworfen und der Agent kurzzeitig bewusstlos. Ein solcher Schlag bleibt aber gewiss nicht ohne Folgen.
Das Finale ist als solches nicht zu bezeichnen und schlicht und ergreifend langweilig. Allein der Plan des Höllenengels John und Suko mit einzuschalten, um die beiden Geisterjäger bei dem Einsatz zu beseitigen entbehrt jeglicher Logik, was die Durchführung letztendlich bestätigt. Die Ereignisse laufen dann auch gestellt und nach Drehbuch ab, dass der Leser sofort weiß wie es ausgeht. Angst bekommt man um John und Suko jedenfalls nicht.
Schade, dass die Taschenbücher mit solch einem belanglosen Abenteuer enden. Aber wenigstens wird dem Leser der Abschied dadurch leichter gemacht und man darf auf eine qualitative Besserung bei den Heftromanen hoffen.

erstellt am 19.03.07 20:12
Hm, ich bin jetzt glaube ich auf S. 44, und bis jetzt finde ich das (leider letzte) Taschenbuch noch ziemlich gut. Nun ja, Geschmäcker sind halt verschieden.
Viel mehr bin ich jetzt mal gespannt, ob nach dem (wahrscheinlichen) Ende des Sinclairforums hier wieder mehr über die Romane diskutiert wird.


(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 20:12 Uhr bearbeitet)

erstellt am 20.03.07 08:02
Na ja, noch ist das Forum nicht am Ende. Wünschenswert wäre es natürlich, wenn die Romane weiterhin im Gespräch blieben. Also ich konnte mit der Story und der sprachlichen Umsetzung gar nichts anfangen und bin von Jason Dark einfach ganz andere Kaliber in Punkto Engelsromane gewohnt. Beispiele gefällig?
"Luzifer"
"Belial"
"Der Gerechte"
"Belials Braut"
"Der Vergessene"
"Die Blutengel"

erstellt am 20.03.07 18:03
Florian schrieb:
"Luzifer"
"Belial"
"Der Gerechte"
"Belials Braut"
"Der Vergessene"
"Die Blutengel"


Gut (oder schlecht ), dass ich von diesen Taschenbüchern nur das letzte kenne. Wobei es unlogischerweise ja eigentlich 'Der Blutengel' heißt.
Aber für mich ist das Taschenbuch Nr. 312 eher ein Thriller-Krimi mit Mystery-Touch und kein Engel-Roman im eigentlichen Sinne.


(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 18:03 Uhr bearbeitet)

erstellt am 21.03.07 01:03
Egal welches Genre ich für das Buch veranschlagen würde, war es für mich eine Qual es zu lesen.

erstellt am 21.03.07 15:40
Florian schrieb:
Egal welches Genre ich für das Buch veranschlagen würde, war es für mich eine Qual es zu lesen.


Keine Sorge, die Qual wollte ich dir schon nicht nehmen.

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