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Thema: MX 189
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erstellt am 26.03.07 20:28
Titel: Die Regenbogenschlange
Autor: Susan Schwartz und Michelle Stern



(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 14:36 Uhr bearbeitet)

erstellt am 27.03.07 19:01
1. Beschreibung der Regenbogenschlange allgemein
Unabhängig von Zeit und Rasse stoßen wir überall auf der Welt auf den Glauben an schlangenähnliche Wesen, die in Wasserlöchern leben und die mit dem Regenbogen in Verbindung stehen. Der Schlange werden dort neben Verbindungen zur Unterwelt auch magische Kräfte, Orakelweisheit und Fruchtbarkeitssymbolik zugeschrieben.

Auch die Australier glauben an Wesen von riesiger Länge und Ausmaß, die in tiefen Wasserlöchern leben. Für gewöhnlich sind sie vielfarbig wie der Regenbogen, tragen eine Mähne und einen Bart und zusätzlich noch lange vorstehende Zähne, mit denen sie ihre Opfer töten.

Diese oder ähnliche Wesen tauchen nun in den verschiedenen Mythen auf. Sie sind sowohl biologisch als auch in ihrer Bedeutung zweigeteilt. Eine ihrer Aufgaben ist es, den Zugang zu den Wasserlöchern, des in diesem Lande so wichtigen Wassers zu regeln. Dabei kommen sowohl ihr bedrohlicher als auch ihr menschenfreundlicher Aspekt zum Ausdruck, der sich darin äußert, dass immer nur die Personen eines dem Wasserloch zugeordneten Totemtieres von der Schlange Zugang zum Wasserloch erhalten, Fremde hingegen nur unter bestimmten Bedingungen zum Wasser gelassen werden. Bevor die Schlange jedoch das Wasserloch bewachen konnte, musste sie es in der Traumzeit erst einmal schaffen. Dies geschah indem sie auf die Erde spuckte. Außerdem gehen die Aborigines davon aus, dass die Schlange Regen macht wenn sie spuckt oder uriniert.

Ferner gilt die Schlange als göttliches Wesen, das eine wichtige Rolle bei der Initiation der Männer spielt, die von ihr Zeremonien erlernen usw.

Neben ihrer Bedeutung für die sozialen Belange der Bewohner hat die Regenbogenschlange aber noch eine metaphysische Komponente, die weitaus schwieriger zu erklären ist. Beispielsweise könnte die Zweigeschlechtlichkeit der Schlange ein Zeichen dafür sein, dass sie den Urzustand der Erde verkörpert, bevor diese in Himmel und Erde geteilt wurde, als Urmeer sozusagen, was auch seine Bestätigung in der Annahme findet, dass beim Kochen der Schlange eine riesige Überschwemmung verursacht wird, da sie voller Wasser ist.



Zentralaustralien

In Zentralaustralien trifft man fast ausschließlich auf Schlangen, deren Funktion auf das Bewachen von Wasserlöchern beschränkt ist, was zur Annahme geführt hat, dass die Mythen um die Regenbogenschlange nicht ursprünglich hier vorhanden waren, da ihnen bei weitem nicht die wichtige Position zukommt wie in anderen Gebieten. Cordes schreibt in ihrer Magisterarbeit z.B. dass für Zentralaustralien eine Schöpfungstätigkeit der Regenbogenschlange nicht belegt ist. Diese Aussage hat mich erstaunt, da Mountford in seinem Aufsatz über die Regenbogenschlangen-Mythen das Beispiel der Schlange Wollunqua anführt, die sehr wohl als Schöpfer tätig war.

WOLLUNQUA (17)

In Zentralaustralien nennt man die Regenbogenschlange WOLLUNQUA (17). Sie wird als so groß beschrieben, dass sie auf dem Schwanz stehend bis in den Himmel hinaufreicht. Es war ihr möglich, sich ausgehend vom Thapauerlu Wasserloch, über ein weites Gebiet hinweg auszudehnen und auf dortige Zeremonien Einfluss zu nehmen.

Wie die anderen totemistischen Wesen wurde Wollunqua auch in der Traumzeit geschaffen, aber im Gegensatz zu diesen starb sie nicht und ist immer noch unter den Menschen, entweder freundlich oder angsteinflößend. So kann es passieren, dass sie getötet oder aus Versehen gegessen wird, oder auch von einem fremden Medizinmann gestohlen wird, um einem anderen Stamm mehr Wasser zu verschaffen. Auf ihren Wanderungen während der Traumzeit hat sie viele Geistkinder an bestimmten totemistischen Plätzen zurückgelassen, die entweder schon Aborigines geworden sind oder es noch werden. Auch hier haben wir wieder einen neuen Aspekt der Regenbogenschlange vor uns und zwar den des Schöpferwesens.

http://www.geocities.com/enki100de/html/frame2/australien/re...

erstellt am 28.03.07 03:49
Da hat ja einer richtig nachgeforscht. .D

erstellt am 28.03.07 17:23
JR schrieb:
Da hat ja einer richtig nachgeforscht. .D


Joar.....dachte bei der Suche nach der Regenbogenschlange kommt Quetzalcoatl und Inka raus, aber hey....schwups war ich wieder etwas schlauer :-)

erstellt am 01.04.07 19:45
Vorschau-Text:

Das Dorf, in das Aruula gelangt, scheint friedlich zu sein, die Bewohner freundlich. Seltsam muten nur die vielen Schlangen an: in Käfigen, als Häute und getrocknetes Fleisch; sogar die Kinder spielen mit Schlangen...
Auch Aruula hatte schon Kontakt mit einer ganz besonderen Schlange: mit der Bestie, die ihren Freund Yngve umbrachte und dafür ihr Leben ließ. Eine Bissnarbe an ihrem Bein erinnert sie noch heute daran.
Eine Narbe, die ihr nun zum Verhängnis wird! Denn dieses Dorf steht ganz im "Zeichen der Schlange" - bereits seit über fünfhundert Jahren! Und Aruula soll eine uralte Prophezeiung erfüllen...

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 19:47 Uhr bearbeitet)

erstellt am 02.04.07 11:18
Das darf ich hier schon verraten: Es geht nicht um Wollunqua. Und auch nicht um einen Wikipedia-Text , sondern um einen anderen Mythos.

erstellt am 02.04.07 15:50
Susan Schwartz schrieb:
Das darf ich hier schon verraten: Es geht nicht um Wollunqua. Und auch nicht um einen Wikipedia-Text , sondern um einen anderen Mythos.


... der da lautet: Warum strömt in Australien das Wassers andersrum in den Ausguss? Matt wird das in einem Selbstversuch testen! Boah!

erstellt am 03.04.07 00:40
Susan Schwartz schrieb:
Wollunqua.

Ich denke bei diesem Wort bzw. Namen nicht an Wasser, sondern an Schokolade. Warum wohl? ...

erstellt am 04.04.07 12:13


erstellt am 17.04.07 20:10
Bin im letzten Drittel.
Bisheriges Manko....jaja ich weiß immer nur das Negative.
Die Story um Chris dauert mir zu lange, bis es denn mal zur Sache geht und ist somit etwas langweilig.
Ist natürlich toll ihn so gut auszubauen, aber muß das unbedingt sein? Wenn der allerdings in 194 wieder auftaucht, dann finde ich es gut.
Aruula sieht auf dem Cover gar nicht so ausgehungert aus. Straffe Schenkel, dicker Po etc.

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 20:11 Uhr bearbeitet)

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