Suche
Beitrag User
 
 
Thema: Alltags-Horror: Gier nach Fleisch
| |

Antworten zu diesem Thema: 16

 
Zurück
1 2


erstellt am 28.03.07 22:43
Ich hoffe hier sind auch Kurzgeschichten erlaubt die nicht unbedingt John Sinclair zum Thema haben..

Gier nach Fleisch

Der Vollmond tauchte die Umgebung in ein kaltes, fahles Gelb.
Ich spürte den Hunger in mir. Den Hunger nach Fleisch...
Fleisch warm und voller Saft.. Meine Augen gewöhnten sich an das Licht... Ich konnte es riechen... Ich sah es und bewegte mich langsam auf mein Opfer zu...
Es war einfach da und bewegte sich nicht... Meine Hände zitterten vor Erregung... Mein Atem ging schneller... Meine Lippen zogen sich zurück und meine Zunge leckte über meine Zähne... Es war gleich soweit...
Nur noch ein kurzer Augenblick...
Während sich meine Finger zu Klauen krümmten sprang ich auf mein Opfer zu... Es war so ahnungslos... Es bewegte sich immer noch nicht...
Es war so friedlich... so alleine... Ich roch das Fleisch... Spucke lief aus meinem Mundwinkel und rann das Kinn hinab... Es störte mich nicht... ich bemerkte es, glaube ich, nicht einmal...
Der Sprung hatte mich meinem Opfer näher gebracht... Leise war ich hinter ihm aufgekommen... Meine Haare stellten sich auf... Es war soweit... Ich packte ihn... es kam keine Gegenwehr... Ich fühlte diesen warmen Körper... neigte mein Gesicht... öffnete meinen Mund noch mehr und schlug dann meine Zähne in das warme Fleisch...
Sie gruben sich durch die Masse... der warme Saft durchfloss meine Mundhöhle... glitt dann in meine Kehle...ich spürte wie Tropfen um Tropfen die lange Röhre hinunter lief...ein Knurren entwich meinen Mund..ich griff fester zu...das Fleisch war so warm und weich...herrlich...nur noch ein Biss und das Werk war vollbracht...mein Mund öffnete sich zu dem letzten und alles entscheidenen Biss und dann...bekam ich einen leichten Schlag auf den kopf und meine Mutter meinte..Iss den Hamburger ordentlich und hör auf...dir solche Horrorfilme anzugucken...

erstellt am 13.06.07 21:51
Schön geschrieben, gefällt mir. Es hat auch die richtige Länge, allerdings würde ich eine kleine Kürzung vornehmen:

...
Es war so friedlich... so alleine... Ich roch das Fleisch... Spucke lief aus meinem Mundwinkel und rann das Kinn hinab... Es störte mich nicht... ich bemerkte es, glaube ich, nicht einmal...
...

Du schreibst in der Ich-Form, gleichzeitig schilderst Du etwas, dass Du gar nicht bemerkst. "ich bemerkte es, glaube ich, nicht einmal..." würde ich deswegen streichen. Außerdem hat die Streichung zwei weitere Vorteile: Das "glaube ich" ist aufgrund des Einschubes eine echte Textbremse, die sich erledigen würde, wenn der ganze Satz gestrichen wird, und zuedem kommt der vorhergegangene Satz "Es störte mich nicht..." viel besser und dramatischer zur Geltung, wenn du ihn im folgenden nicht gleich wieder einschränkst.

erstellt am 01.11.07 01:27
Diese Punkte "..." sind furchtbar zu lesen. Ein paar "echte" Sätze wären besser.

Deine Geschichte ist an sich nicht übel, nur passt manches nicht zur Pointe. Schon der Anfang: "Der Vollmond tauchte die Umgebung in ein kaltes, fahles Gelb. [...] Meine Augen gewöhnten sich an das Licht... " passt gut zur Stimmung, aber nicht zum Hamburgeressen und Filmgucken in einer Wohnung/einem Haus. Und ein Hamburger als ahnungsloses "Opfer" ist auch eher konstruiert. Weiterhin kann man sein Gesicht nicht gut neigen, sondern eher den Kopf. Ein Knurren, das dem Mund entweicht ist auch nicht gut formuliert. Was soll so ein Knurren denn selbst tun? Es wird doch erst ein Knurren, wenn es dem Mund entweicht. "kopf" muss natürlich groß geschrieben werden.

Liest hier eigentlich jemand, am besten der "Autor"?

erstellt am 21.11.08 21:12
Es war ein trüber, nebliger Morgen im November. Der Hinterausgang des Hotels war überdacht und Dolmial war nach dem Frühstück auf eine Zigarette hinausgegangen um den Tag zu überschlagen, den er vor sich hatte. Gevatter Tod kam hinzu und beide rauchten schweigend.
"Du siehst ja scheusslich aus", sagte der Tod und lächelte. Er kannte Dolmials wahren Namen und war erheitert wie es schien. Dolmial musste sich zusammennehmen um nicht in hysterisches Gelächter auszubrechen. "Ich bin ein totales Wrack."
"Hunger?" fragte Gevatter Hein.
"Danke, ich habe gerade gegessen."
"Ich werde dich ein wenig begleiten", sagte der Tod und machte sich unsichtbar.
"Na toll!" dachte Dolmial, "jetzt habe ich noch den am Hals. Hoffentlich schnappt der nicht ein, wenn ich ihm die Wahrheit sage."
Das war in der Tat ein Problem. Dolmials grosse Fresse hatte ihm schon oft in Schwierigkeiten gebracht. Meistens, wenn er sich gegen Sachen wehren musste, die man ihm aus reiner Herzensgüte unterschieben wollte und gegen die er allergisch war.
Da er noch nicht befreit war, musste er sich wohl oder übel durch das langweilige Programm der Matrix quälen. Der Supervisor erzählte einen totalen Quatsch und seine Sekretärin hatte ihren Kopf wohl zuhause vergessen. Er spannte die Segel auf und beobachtete die Schläfer in ihren Kabinen wenn er an ihnen vorüberkam. Seine Lebenszeit war fast abgelaufen und er gab sich höchstens noch ein paar Jahre. Er betrachtete sinnend den Bruch in der Zeitebene, als der Tod ihn wieder einmal lockte. "Willst Du nicht hineinspringen?" fragte er.
Dolmial verneinte, nahm Anlauf und sprang auf die andere Seite. Seine Übungen hatten sich bezahlt gemacht. Seine Gier nach Fleisch beschränkte sich auf seine Muskeln. Davon konnte er nicht genug bekommen und nutzte jede Gelegenheit seine Skeletteile ordentlich zu bewegen. Danach widmete er sich seinen Körperanschlüssen und durch die Alpha-Wellen, die er selbst erzeugte, häckte er sich in das Betriebssystem der Maschine, die ihn am Leben erhielt. Nein, so schnell würde er nicht im Abflussgraben landen.

erstellt am 07.10.09 10:11
nett

erstellt am 25.03.10 09:29
Es war ein ganz normaler Tag als Smith zur arbeit ging und in seinem Büro eintraf. Er wollte gerade seiner neuen sexy Sekräterin, ein Blonder Vamp mit einem sehr eng geschnittenen Mini und einer Bluse die so knapp ist das sie dieses Wort eigendlich nicht verdient, denn ihre prallen Brüste quollen förmlich aus ihr herraus und so sah man fast ihre Nippel..., sagen das er gerne erst einmal einen Kaffe hätte bevor er seinen ersten Klienten empfangen würde. Sein Job machte ihm schon spaß da er als freier Grafiker arbeitete und die Geschäfte liefen zur zeit auch hervorragend. Als plötzlich sein Handy klingelte und ihn aus seinen Gedanken riss. In seiner Fantasie trieb er es mal wieder heftig mit seiner Sekräterin. Er ging an sein Handy und eine ihm unbekannte Stimme flüsterte mit verstelltem Akzent: das er sich ja nicht sicher fühlen solle, da die Kirche von seiner 2. Identität wisse. Und es nicht so hinnehm würde, das er diese Sachen tat. Das war ein großer schock für Smith denn damit hatte er nicht gerechnet. Er mußte sich erstmal setzen, und tief durch Atmen. Jetzt nachdem er sich nach dem ersten schrecken gefangen hatte, schossen ihm die ersten Gedanken in den Kopf. Wer war am Handy gewesen und was hatte er herraus gefunden.
Er war sich so sicher das es keine Zeugen für seine Taten gab, er hatte immer so verflucht aufgepaßt. Nein das konnte nicht wahr sein....
Smith rief nach seiner Sekräterin die auch prompt in sein Büro trat. Er sah sie mit großen Augen an als sie langsam auf ihn zu kam, und sich lasziv mit ihren Beinen bewegte die in Schwarzen Strapsen steckten.
Oh man dachte er, und hatte den eigendlichen Grund schon total vergessen, Sie setzte sich auf seinen Schreibtisch und hauchte was sie für ihn tun könnte. Er wollte erst sagen, das er da schon so einiges wüßte was sie jetzt mit ihm machen könnte, doch da schoss ihm wieder dieser Anruf durch den Kopf und er sagte stattdessen das er mit Jack verbunden werden wollte, aber über die Abhör sichere Anlage.
Ist gut Herr Smith hauchte sie und verschwand wieder richtung Vorzimmer. Smith dachte immer noch an ihren geilen Arsch als ihn eine Weiblich Stimme hoch schreckte und sagte das Jack auf Leitung 2 sei. Ist okay sagte er und verband sich mit Jack. He Alter wie gehts, rief Jack in den Hörer. Jack wir haben ein Problem. Jemand weiß bescheid. Oh nein, wie sollte jemaand denn etwas bemerkt haben? Ich habe keine Ahnung, aber wir müssen Handeln. Ist gut, treffen wir uns in 1 stunde.
Smith atmete tief durch, dann rief er seiner Sekräterin zu das sie mal kommen solle. Gut mein Problem wird gelöst, und jetzt kommt erst einmal entspannung....
Nach einer gewissen zeit verließ die Sekräterin wieder das Büro, und schob sich noch im gehen den Rock und die Blutverschmierte Bluse zurecht.
Smith saß in seinem Bürostuhl seine Augen waren weit geöffnet und sein Körper Blutleer....

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 09:45 Uhr bearbeitet)

erstellt am 26.03.10 15:37
Sehr gut. Also doch nicht der Traum von Sekretärin , eher ein Alptraum. Und die Moral von derGeschicht : Manchmal kennst du deine Sekretärin nicht.

erstellt am 26.03.10 19:27
Danke für dein Lob, da kann man doch einmal sehen das manches anders ist als man denkt....
und da gibt es doch dieses Sprichwort: 1.Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt

PS: Vielleicht war so auch das Ende des Redakteurs(?)

erstellt am 17.05.10 23:35
Bastei macht spaß

erstellt am 20.05.10 11:39
Neuer Werbeslogan ?

Zurück
1 2

Top

Sie interessieren sich für unsere aktuellen Meldungen? Hier finden Sie die neuesten Informationen rund um unsere Verlagsprodukte.
mehr ...
 
Hier finden Sie wichtige Informationen und Hinweise zur Registrierung und der Struktur des Bastei Forums.
mehr...
Content Management by InterRed