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Thema: Band 2577 - Tage der Angst
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erstellt am 25.04.07 22:13
Als die Kinder eines bekannten New Yorker Arztes entführt werden, schaltet man das FBI ein. Rätselhafterweise schickt der Entführer dem Arzt und dessen Frau statt einer Löse-geldforderung seltsame Bibelzitate. Schließlich gelingt es Jerry Cotton und Phil Decker herauszufinden, wer der Täter ist – dennoch fehlt auch dann von den Entführungsopfern weiterhin jede Spur...

Nach einem qualitativ ziemlich unterdurchschnittlichem letzten Band 2576: „Verräter sterben schnell“ ist mit dem nächsten Heftroman 2577: „Tage der Angst“ ein deutlicher Aufwärtstrend spürbar – was angesichts eines sowohl stilistisch wie inhaltlich extrem un-genügenden Romans andererseits auch kein Wunder ist.
Die grundsätzliche Idee von „Tage der Angst“ ist durchaus gut und ansprechend und vor allen Dingen: Der Roman kann stilistisch überzeugen, das Heft liest sich flüssig. Füllsze-nen wurden an den richtigen Stellen passend eingesetzt und die Überführung des Täters ist durchaus stimmig – wäre da nicht das Ende ... Womit wir beim Aber wären. Denn der Schluss des Romans vermag überhaupt nicht zu begeistern, es hat vielmehr den An-schein, als habe der Autor zum Schluss hin die Lust am Schreiben verloren und wollte sein Werk so schnell wie möglich fertig stellen. Zwar ahnt man nicht unbedingt, wie ge-nau das Motiv des Täters aussieht – es überrascht einen allerdings auch nicht großartig. Beleuchtet man das Ende nämlich einmal aus Sicht des Entführers, ergibt das Ganze nur bedingt einen Sinn. Gut, da ist der Stressfaktor, der letztlich die verbrecherische Hand-lung heraufbeschworen hat, aber trotzdem ... Da waren die netten Bibelzitate, aber keine Lösegeldforderung. Was wollte derjenige damit erreichen? Es fehlt schlichtweg das kon-krete Ziel, wie es z. B. in dem Entführungsfall in Band 2172: „Der Rattenfänger von Brooklyn“ (übrigens, genialer Entführungs-Roman, den ich an der Stelle nur sehr empfehlen kann – da ist das Motiv nämlich sowohl unvorhersehbar als auch überraschend) vorhanden war. Das Motiv wirkt schlussendlich nur noch lustlos dahin geschrieben und an den Haaren herbeigezogen – zumal auch der Täter keine Über-raschungsauflösung bietet, wo man in dem Fall doch viel mehr daraus hätte machen können.

Der Titel ist auch (mal wieder) sehr unpassend gewählt – „Tage der Angst“... da könnte man sich schon fragen: In welchem Cotton-Roman gibt’s denn keine Tage der Angst? Mit irgendwelchen Verbreche(r)n hat es Jerry Cotton schließlich immer zu tun.
Ich hoffe, dass sich bald mal ein wenig Besserung einstellt – von Band 2571: „Home-Run ins Verderben“ und Band 2573: „Killing Game“ abgesehen ist der Bereich der 2570er-Romane bisher ein glatter Durchfall. Mal schauen, wie es mit Band 2578: „Der Plan ging nicht auf“ weitergeht...

erstellt am 03.10.17 16:44
Autorin: Nadine Buranaseda.

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