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Thema: 1506 Liliths böser Kosmos
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erstellt am 19.05.07 01:09
Kurzbeschreibung:
Jane Collins erhält einen anonymen Brief mit der Botschaft DU GEHÖRST NOCH IMMER ZU UNS! Kurz darauf meldet sich eine ebenfalls unbekannte Anruferin, die Jane auf ihre Vergangenheit als Hexe aufmerksam macht. Als die Detektivin das Grab der Lady Sarah besucht, gibt sich die Unbekannte als Leila zu erkennen, eine Hexe mit einem bräunlichen, wie verfault wirkenden Körper. Jane überwältigt die Hexe und informiert John und Suko. Doch ehe die Geisterjäger eintreffen erscheinen fünf weitere Hexen, die Jane mit in Liliths bösen Kosmos entführen wollen. Erst das Erscheinen von John und Suko schlägt die Hexen in die Flucht. Nur die von Jane bewusstlos geschlagene Leila bleibt zurück. Die Detektivin verhört die Hexe, bekommt aber keine nennenswerten Informationen aus hier heraus. Kurz darauf erscheint eine schwarze Wolke, die von Leila als Liliths Kosmos bezeichnet wird. Suko wird von dem Dunst aufgesogen und in die fremde Dimension entführt. Als Leila John angreift und dabei mit dem Kreuz in Berührung gerät stirbt sie. Damit ist die letzte Verbindung zu Suko abgebrochen. Bleibt der Chinese für immer in Liliths bösem Kosmos verschollen ...?

Meinung:
Nach Jahren endlich besinnt sich Jason Dark auf eine von Johns ältesten und mächtigsten Feindinnen. Lilith, die Geliebte Luzifers ist zurück. Leider nicht persönlich und anstatt eine spannende Geschichte zu schreiben beschränkt sich Dark lieber auf das fabrizieren langweiliger, abgehackter Dialoge voller Wortwiederholungen. Diese Mal schmeißt er nicht nur mit dem obligatorischen „verdammt“ (36 x) um sich sondern auch der titelgebende „Kosmos“ muss ziemlich häufig herhalten. Auch die allseits beliebten Phrasen wie beispielsweise „alles andere kannst du vergessen“ kommen nicht zu kurz. Vergessen hat der Autor aber scheinbar seine eigenen Ideen von damals. Jane ist sichtlich erstaunt, dass Lilith noch existiert und war der Ansicht der Kult sei zerschlagen worden. John hingegen erinnert sich an eine hässliche Frauengestalt mit borstigen Haaren aber nicht an die Urgestalt eines riesigen schleimigen Kraken. Ein kurzer Anflug von Spannung und Dramatik erwartet den Leser erstmals auf Seite 24/25 wo John den entsetzten Hilferuf Janes auf seinem Handy empfängt und er mit Suko wie in alten Zeiten loshetzt. Dafür ist der Beginn mit der schriftlichen Botschaft und dem Anruf reine Zeilenschinderei, denn für die Handlung hätte es durchaus genügt, wenn der Roman mit der Szene auf dem Friedhof begonnen hätte.
Ein wenig Atmosphäre kommt dann wieder auf als Suko in der fremden Dimension auf die Dämonin trifft, welche sich als gefallener Engel entpuppt, aber nicht als Lilith. Das wiederum entlarvt den Roman als dicke Mogelpackung, denn viele Fans werden sich auf ein Wiederlesen mit der echten Lilith gefreut haben. Derart an der Nase herumgeführt zu werden ist nicht nur für die betrogenen Hexen ein Schlag ins Gesicht. Viele kleine Ungereimtheiten sorgen darüber hinaus für einen schlechten Nachgeschmack. So behauptet Jane allen Ernstes Leila würde mehr Vertrauen zu ihr haben als zu John und Suko. Und das, obwohl die Detektivin sie kurz zuvor erst niedergeschlagen hat.
Alles in allem ein echter Reinfall. Einzig die fremde, archaische Dämonin war interessant, aber leider durfte die ihre wahre Identität nicht offenbaren und wurde am Ende wieder rasch abserviert.
Einen kleinen Pluspunkt erhält die Geschichte aber dann doch noch, denn John und Suko erinnern sich an den Fall „Das Hexentor“, wo Suko zusammen mit Shao und seiner Harley in Liliths Hexenwelt gerät und dort sein geliebtes Motorrad verliert.

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