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Thema: Band 2597 - Das Spiel ist niemals aus
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erstellt am 18.06.07 20:09
Der Senior schlägt zurück – und diesmal härter als erwartet, denn er setzt sowohl Jerry Cotton als auch Phil Decker auf seine persönliche Abschussliste. Um seinen Plan in die Tat umzusetzen, lässt er die blonde FBI-Agentin June Clark entführen. Zur Rettung Junes erwirken Cotton und Decker einen Austausch und begeben sich in Gefahr – um schließlich ebenso in die Fänge des Seniors zu geraten …

Endlich kommt mal etwas Bewegung in die Storyline rund um den „Senior“! Auch wenn der Roman erst einmal in Fahrt kommen muss, kann „Das Spiel ist niemals aus“ durch eine durchaus rasante Story überzeugen, die deutlich besser ist als die aus Band 2592: „Ein Schritt bis zum Abgrund“ (siehe dazu auch die Rezension hier bei Geisterspiegel.de) – in diesem Heft wirkte der Senior, dessen Identität übrigens noch immer nicht geklärt wurde, nämlich auch mit. Allerdings weist auch dieser Heftroman leider einige Makel auf.

Da ist zum Beispiel das Verhalten der G-men: Die stellen sich teilweise nämlich ausnehmend dämlich an. Hat man denn ernsthaft erwartet, dass die Gehilfen des „Seniors“ auf einen der ältesten Tricks reinfallen und Jerry Cotton und Phil Decker einfach so mitnehmen würden, ohne sie vorher auf Peilsender und Ähnliches abzusuchen? Doch wohl nicht wirklich – und um zu erkennen, dass man es „mit echten Profis zu tun hat“, wie Mr. High schließlich so treffend schlussfolgerte, muss man es nun wirklich weder auf einen Versuch ankommen lassen noch G-man sein. Es verlangt ja niemand, dass man hier sauber recherchierte Tatsachen-Romane aus der täglichen Arbeit des FBI liest, aber gegen ein wenig Realismus – nur ein kleines bisschen – ist doch eigentlich nichts einzuwenden. Natürlich – in dem Fall ist das ein allgemein beliebtes Mittel, um die Handlung voranzutreiben und 64 Seiten zu füllen.

Unklar ist – mal wieder – die Titelwahl. Warum heißt Band 2597 denn ausgerechnet „Das Spiel ist niemals aus“? Ausnahmsweise klingt das ja mal ganz gut, trotzdem wird einem – auch nach Lektüre des Romans – der Sinn dessen nicht klar.

Fazit: Auf jeden Fall einer der besseren Romane der letzten Zeit und zum aktuellen roten Faden rund um ENA und Senior dazugehörend – allerdings auch kein Meisterwerk. Zugute zu halten ist dem Autor auf jeden Fall sein Stil, der weitgehend frei von Holprigkeit oder anderen stilistischen Verunglimpfungen ist. Lässt sich flott weg lesen, nette Unterhaltung, aber dennoch lediglich Mittelmaß.

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 20:11 Uhr bearbeitet)

erstellt am 03.10.17 16:38
Autor: Peter Haberl.

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