24.04.2018, 10:54 Uhr

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Band 1955
Erschienen am 24.04.2018
Tausend Hufe
Geschrieben von G. F. Unger

»Da drinnen sitzt Hamilton Hobson mit seinem Rudel, und wenn wir nicht bald hineingehen, wird er einen Mann herausschicken, um dich aufzufordern, ihm Revanche zu geben. Wir sollten unsere Pferde aus dem Mietstall holen und aus der Stadt reiten. Ich will gern auf allen Whisky dieser Stadt verzichten und ...«
»Ein Mann muss einem anderen Mann, der verloren hat, immer Revanche geben. Er kann sich nicht davor drücken.« Jim, der den Freund mit diesen Worten unterbricht, zeigt dabei ein scharfes Lächeln. Seine Augen sind von einem tiefen Blau, und sie blitzen kampflustig.
Sie wollen sich beide zur Schwingtür wenden, da taucht ein großer Mann in ihrer Nähe auf. Er bleibt dicht neben ihnen stehen und späht erst über die Straße, bevor er sie von der Seite her ansieht. In seinen glasklaren Augen ist eine zwingende Härte zu erkennen, und auf seiner ärmellosen Weste blinkt ein Marshalstern.
»Charleston«, sagt er zu Jim, »wie viel Geld haben Sie Hamilton schon abgenommen?«
»Ich habe es noch nicht gezählt, aber meine Taschen sind so voll, dass ich mir einen Beutel umhängen muss, wenn er heute immer noch in seiner Pechsträhne steckt«, murmelt Jim Charleston ...


Band 1956
Erscheint am 02.05.2018
Die Gilde der Schmutzigen
Geschrieben von G. F. Unger

Ich trug noch die Hosen und die Stiefel der einstigen Rebellenarmee. Einen Hut besaß ich nicht. Mein kostbarster Besitz war ein Colt. Ein berühmter Waffenschmied hatte ihn gefertigt. Auch Geld besaß ich keins. Für die letzten Dollars hatte ich mir in Kansas City eine Fahrkarte nach Denver gekauft. Denver in Colorado war damals noch ein wildes Goldgräbercamp, eine Campstadt inmitten zahlreicher Goldfundgebiete. Im Goldland, so hoffte ich, würde es eine Chance für mich geben. Aber so wie ich dachten viele entlassene Kriegsteilnehmer, die in ihrer Heimat nichts anderes vorgefunden hatten als Armut und Trümmer.
Oft fragte ich mich in diesen Tagen und Nächten, die ich in der ruhelos rollenden Kutsche saß, was sein würde, wenn ich im Goldland ankam. Würde ich Glück haben - oder würde ich bald ein Bandit sein, weil sich mir keine Chance bot, auf redliche Weise ein Auskommen zu finden?
Nun, eines Morgens rollten wir mit der Kutsche nach Colorado hinein und wechselten kurze Zeit später in einer kleinen Stadt das Sechsergespann. Jemand stieg zu und setzte sich mir gegenüber. Es war eine Frau. Als ich den Kopf hob, sah ich in ihre grünen Augen. Ich war auf der Stelle hellwach. Noch nie im Leben war ich einer solchen Frau begegnet! Ich war hingerissen von ihr, und irgendwie hatte ich das untrügliche Gefühl, dass sie einmal mein Schicksal werden würde ...


Band 1957
Erscheint am 08.05.2018
Verlorene Sippe
Geschrieben von G. F. Unger

Sergeant, ein magerer, narbiger Wallach, trägt seinen Herrn Wyatt Uvalde der Heimat zu. Vier harte Kriegsjahre und die entbehrungsreiche Gefangenschaft liegen hinter Wyatt.
Jetzt, auf dem Heimritt, erzählt er seinem Sergeant in glühenden Farben, welch herrliches Futter auf ihn wartet und wie viel Freude er selber auf das Wiedersehen mit Eltern und Brüdern in sich trägt.
Aber was findet Wyatt vor?
Nicht nur eine Stadt voller Feinde, sondern auch die unmöglich erscheinende Aufgabe, seine wilden Brüder - die verlorene Sippe - auf den rechten Weg zurückzuführen ...




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