21.10.2017, 21:39 Uhr

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Heftvorschau "Winchester"


Band 528
Erschienen am 17.10.2017
Treibjagd auf Cass

"Er kommt!" Der Mann, der am Fenster des kleinen Hauses stand und seit einiger Zeit die Straße beobachtete, wandte sich um. "Bleibt es dabei, Darling?"
Die hübsche rothaarige Frau maß ihn mit einem kalten Blick, aber um ihre Lippen lag ein Lächeln. "Hast du etwa Skrupel bekommen, Gil? Willst du im letzten Moment einen Rückzieher machen? Oder kann es sein, dass du dich plötzlich vor ihm fürchtest?"
Gilmore Amos zuckte zusammen. "Ich habe keine Angst vor Cass", erwiderte er heftig, doch seine Worte klangen nicht überzeugend.
Kitty Duane trat dicht an den Sohn des Ranchers heran und küsste ihn. "Ich liebe nur noch dich. Soll ich denn ewig die Frau eines Kuhtreibers bleiben? Cass würde sich niemals freiwillig von mir trennen. Es gibt nur einen Weg. Er muss sterben..."


Band 529
Erscheint am 24.10.2017
Parkers Höllenritt

Noll Parker zügelte seinen Schecken und hob sich in den Bügeln. Es war eine kalte Nacht - jene Nacht vom fünfundzwanzigsten auf den sechsundzwanzigsten Juni 1876. Der Mond streute bleiches Licht über das Land.
Vorsichtig ritt Parker weiter. Er war Scout bei der Army. General Terry persönlich hatte ihm den Auftrag gegeben, nach George Armstrong Custers verschollenem Regiment Ausschau zu halten.
Rauchgeruch trieb plötzlich mit dem Wind heran. Der Geruch von verbranntem Gras, verkohlter Kleidung und glimmendem Leder. Und noch etwas nahmen Parkers geschärfte Sinne wahr. Es war der Geruch des Todes.
Noll Parker war ein Mann, der schon oft dem Tod ins Auge geblickt hatte. Doch was er wenig später sah, war so grauenvoll, dass ihm der kalte Schweiß aus den Poren trat...


Band 530
Erscheint am 28.10.2017
Grüß den Satan, Donovan!

Donovan fluchte lautlos. Er hatte gehofft, Purgatory noch an diesem Abend zu erreichen und mal wieder eine Nacht im Bett verbringen zu können. Er kam den Cimarron Cut-off herunter und war vor zwei Tagen vom Trail abgewichen, weil ihm eine Horde Kiowas im Nacken gesessen hatte.
Es konnte nicht mehr weit bis zum Rio Moro sein, und jeden Augenblick hoffte er, die Lichter von Purgatory in der Nacht vor sich auftauchen zu sehen.
Er ritt einen sanft ansteigenden Hügel hinauf. Schwarze Buschgruppen sahen wie stumme Wächter aus. Noch war der Mond nicht aufgegangen, doch die Sterne gaben genügend Licht, dass er den Pfad vor sich erkennen konnte. Sein grauer Grullo warf den Kopf hoch und schnaubte leise.




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