20.04.2018, 21:50 Uhr

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Heftvorschau "Lassiter"


Band 2387
Erschienen am 17.04.2018
Lockvogel für Lassiter

Dave Meeks lehnte an der Theke im Golden Star Saloon, als plötzlich die Tür aufflog. Ein Mann stürzte in das Lokal. Er war klein und dünn, trug einen breitkrempigen Stetson, eine Weste aus Rohhaut und ein knallrotes Halstuch. Er steuerte geradewegs auf den Schanktisch zu, an dem neben Meeks noch ein Mann namens Patterson stand.
Geordie, der Barkeeper, duckte sich hinter die Theke.
Der Fremde riss seinen Colt aus dem Holster, zielte auf Patterson und feuerte.
Meeks sah voll Entsetzen, wie sein Nachbar zu Boden ging. Im Fallen fasste sich Patterson an seine linke Brustseite. Sein gelbes Baumwollhemd war blutdurchtränkt. Für einen Augenblick hatte Meeks das Gefühl, die Zeit wäre stehen geblieben...


Band 2388
Erscheint am 24.04.2018
Zwischen Leben und Tod

Der Häuptling der Tonkawa hatte seit einer guten Meile kein Wort gesprochen und ritt noch vor den Spähern, die Colonel Ranald S. McKenzie seinem Indianerscout an die Seite gestellt hatte. Die vierte US-Kavallerie näherte sich der Talkante des Palo Duro Canyon.
An einem Felsvorsprung gebot der Tonkawa Halt.
"Was ist los?", fragte McKenzie im schroffen Ton eines Mannes, der an diesem Morgen nichts außer Ungeduld empfunden hatte. "Die verdammten Indianerdörfer müssten längst in Sicht sein."
Der Häuptling hob den Arm und deutete auf eine dünne Rauchsäule, die von der Talsohle des Canyons aufstieg. Sie war von einem Ring aus winzigen Tipis umgeben, die McKenzie beim ersten Blick in die Schlucht entgangen waren.
"Na endlich", sagte der Colonel. "Jetzt geht's ihnen an den Kragen."


Band 2389
Erscheint am 02.05.2018
Die Menschenjäger von Montana

Obwohl er in den vergangenen Wochen und Monaten nahe daran gewesen war, die Hoffnung aufzugeben, hatte Russell Crane auch an diesem Tag gearbeitet wie ein Tier. Und noch ehe die Sonne hinter den Wipfeln der Wälder verschwand, stieß er einen Schrei aus, in dem sich ebenso Unglauben wie Triumph wiederfanden. "Gold!", krächzte er mit versagender Stimme. "Teufel auch, ich bin auf Gold gestoßen!"
Cranes Hände gruben sich durch den Schlamm und das Geröll im Wassertrog, um noch mehr der glitzernden Steinchen zu finden. Sie waren so klein, dass sie einfach durch die Maschen des Siebs gefallen waren. Aber sie waren wertvoller als alles, was er jemals besessen hatte.
Dann ertönte das Schlagen heranjagender Hufe. Fünf oder sechs Pferde waren es mindestens. Russell Crane erstarrte. Noch im selben Moment wurde ihm klar, dass der Tag ein schlimmes Ende nehmen würde.




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