20.01.2018, 17:57 Uhr

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Heftvorschau "Lassiter"


Band 2374
Erschienen am 16.01.2018
Höllenfahrt für Amy

Das Wasser vor dem Staudamm war so kalt, dass Amy Huxley unwillkürlich den Atem anhielt, als sie den Fuß ins Wasser tauchte. Für einen Moment grub sie zaghaft die Zähne in die Unterlippe, bevor sie ein paar Schritte in das dunkelgrün schimmernde Wasser hineinging, bis es ihr an die Hüfte reichte. Sie tauchte die hohlen Hände in den Fluss und benetzte ihre nackten Brüste, ehe sie sich mit einem unterdrückten Jauchzen in die Fluten stürzte. Mit kräftigen Schwimmzügen tauchte sie hinab, um kurz darauf in der Mitte des aufgestauten Flusses prustend wieder an die Oberfläche zu kommen. Wassertretend strich sie sich das lange Haar aus der Stirn.
"Ich hab dich schon vor einer halben Stunde gesehen, Rowdy", sagte sie, und ein spöttisches Lächeln umspielte dabei ihre Lippen. "Du kannst jetzt rauskommen, wenn du dich traust."


Band 2375
Erscheint am 23.01.2018
Lassiter jagt den Schwarzen Wolf

Captain Bing Marvin horchte auf. In der Diele hinter seiner Zimmertür waren Schritte laut geworden. Marvin griff nach seinem Revolver, der auf dem Tisch lag. Die Schritte verklangen. Jemand war vor der Tür stehen geblieben.
Marvins Herz schlug schneller. Wilde Gedanken jagten ihm durch den Kopf. Hatten sie ihn ausfindig gemacht - hier in der unscheinbaren Boomstadt, meilenweit von der nächsten Bahnstation entfernt? Er hob den Colt, hielt ihn im Hüftanschlag. Die Mündung des Laufs zeigte auf das Plakat an der Tür. Eine Blondine im Strapsgürtel posierte dort mit einem Henkelglas Bier.
Es war still wie auf einem Totenacker. Die Zeit schien still zu stehen. Nichts rührte sich. In dem Moment, als Marvin die Waffe senkte, gab es einen lauten Knall. Die Tür flog aus den Angeln und krachte zu Boden. Entsetzt starrte Marvin auf die Gestalt in der Wandöffnung.
"Der Schwarze Wolf!" Es waren seine letzten Worte.


Band 2376
Erscheint am 30.01.2018
Kein Entkommen für Jonah Woods

Die Nacht war nahezu windstill. Nur vereinzelt zeigten sich Wolkenfetzen am ansonsten sternenklaren Himmel. Irgendwo im Unterholz raschelte es, dann erklomm ein kleiner pelziger Körper den Stamm einer Kiefer und verschwand im dichten Astwerk.
Brandon Woods war erschrocken zusammengezuckt und hatte instinktiv nach seinem Messer gegriffen. Die Angst saß ihm im Nacken. Sein Verfolger war nicht weit.
Plötzlich klangen gedämpfte Schritte im Wald auf und das Knacken von Holz. Nur vage riss der Vollmond eine schattenhafte Gestalt aus der Finsternis, doch der Anblick reichte dem flüchtenden Jungen, um ihm das Blut in den Adern gefrieren zu lassen.
Er wusste, dass er verloren war!




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