23.10.2017, 17:30 Uhr

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Heftvorschau "Lassiter"


Band 2361
Erschienen am 17.10.2017
Thunder

Der grauhaarige Kassierer, dem der Lauf des schussbereiten Peacemakers an die Schläfe gedrückt wurde, zitterte am ganzen Leib. "Bitte, Mr. Jones!", keuchte er. "Wenn Sie wissen, wo der Schlüssel ist, dann sagen Sie's ihnen!"
Rob Jones, der Bankvorsteher, stand vor dem Aktenschrank neben der Verbindungstür, die Hände hoch in die Luft gereckt. Links neben ihm kniete Wisby, der Laufbursche, und schwitzte Blut und Wasser.
Vor ihnen, im Kundenraum der Monk & Blossom Bank, standen die Bankräuber: zwei Gestalten mit geschlitzten Masken vor dem Gesicht. Sie warteten auf die Reaktion des Vorstehers.
"Der Direktor hat ihn", sagte Jones leise. "Er trägt den Schlüssel immer am Mann."
"Du lügst!", gellte die Stimme einer Frau.
Im nächsten Augenblick krachte ein Schuss und der Graukopf am Schalter brach tot zusammen.


Band 2362
Erscheint am 24.10.2017
Lightning

Am Tag, als Mary Scott aus dem Gefängnis ausbrechen wollte, regnete es in Strömen. Sie lag auf ihrer Pritsche in der Zelle und starrte zur vergitterten Fensterluke. Immer wieder musste sie an den Mann denken, der sie in den Knast gebracht hatte. "Lightning", so nannte sich der Hurensohn. Sie fluchte lästerlich. Jamie und Kate, ihre Zellengenossinnen, achteten nicht auf sie. Die beiden saßen am Tisch und spielten Poker mit selbst gemachten Karten.
"Full house!", meldete Jamie.
"Vier Neunen", konterte Kate.
Jamie Prentiss, wegen Raubmordes zu zwanzig Jahren verurteilt, warf der Mitspielerin die Karten ins Gesicht. Kate Allen packte ihre Rivalin am Hals. "Miststück! Ich mach dich kalt!" Die beiden Frauen gingen aufeinander los. Erst als Blut floss, griff Mary ein. Sie schlug beide zu Boden.


Band 2363
Erscheint am 28.10.2017
Inferno in Idaho

Die Postkutsche der Northern Stagecoach fuhr mit hohem Tempo durch die grasbewachsene Ebene nördlich von Samaria. Sie war mit vier Warmblütern bespannt, die sich unter den Peitschenhieben des Kutschers abwechselnd gegen die Deichsel drängten.
"Sie sind bald am Kanal", sagte Seth Rogers. Er folgte der Kutsche eine Weile mit dem Blick. "Vor der Brücke am Weiher schlagen wir zu."
Die beiden anderen Männer in ihren Sätteln sprachen kein Wort. Sie hatten den Überfall seit etlichen Wochen geplant und wussten, dass die Sache bei Rogers in guten Händen war. Er hatte ihnen bei mehr als einer Gelegenheit bewiesen, dass er wie sie von Blutdurst und Skrupellosigkeit getrieben war. Sie konnten ihm trauen.
Wenigstens glaubten sie zu dieser Stunde daran...




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