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Band 1976
Erschienen am 18.09.2018
Eine Kutsche für den Teufel
Geschrieben von G. F. Unger

Als sie den alten Rastplatz erreichen, hält Bill Hancok die Kutsche an. Von seinem Fahrersitz aus kann er die Stadt gut überblicken. Der Rastplatz befindet sich auf der untersten Terrasse des Passeinschnitts. In der zunehmenden Dämmerung beginnen sich in der Stadt die Lichter zu vermehren.
Die Kutsche ist keine Überland-Postkutsche. Es ist ein einmaliges Gefährt mit acht Plätzen und einem großen Gepäckkasten. Die acht Plätze sind voneinander getrennt, sodass sich die Passagiere nur von den Schultern aufwärts sehen, können, wenn sie in dieser Kutsche sitzen. Und überdies ist jeder Passagier angekettet. Über der halb offenen Kutsche spannt sich ein Dach aus Segeltuch.
Die Kutsche ist ein Gefängniswagen, der alle zwei Monate eine Sechshundert-Meilen-Runde dreht und aus einem Dutzend kleiner Städte die Gefangenen einsammelt und zum Territoriumgefängnis bringt. Dieses Gefängnis befindet sich in Nogales. Aber es ist noch ein weiter Weg von diesem Pass hier und der kleinen Stadt dort im Tal bis Nogales ...


Band 1977
Erscheint am 25.09.2018
Todesspiel in Warlock
Geschrieben von G. F. Unger

Zuerst glaubt Casey Latimer, dass dies der ganz große Glückstag für ihn ist. Denn seine beiden Esel, die sein Gepäck schleppen, halten in der weiten Senke plötzlich an, scharren mit den Vorderhufen und wollen nicht weiter. Casey Latimer beobachtet sie eine Weile, kratzt sich dabei am Hinterkopf und schiebt seinen alten Hut weit nach vorn bis fast zur Nasenwurzel. Dann murmelt er: »Oh, ihr zwei Schlitzohren, was soll ich davon halten? Ist dort ein Schatz vergraben - Gold, Silber oder gar Wasser? Was scharrt ihr da herum? Zum Teufel, was soll's denn hier schon geben außer Klapperschlangen, Staub und ein paar Apachen?«
Er hat bei den letzten Worten deutlich einen Klang von Misstrauen in der Stimme. Denn er sucht in diesem Land schon länger als zwanzig Jahre nach Silber oder Gold und fand stets nur so wenig, dass es gerade zum Leben reichte. Und so weigert er sich, überhaupt noch an etwas Glück zu glauben, ja, er hat sich angewöhnt, Glück und Hoffnung zu verachten, so, als wollte er beides gar nicht haben. Aber als seine beiden Packesel nicht mit dem Scharren im sandigen Boden aufhören wollen und ihre misstönigen Eselsschreie hören lassen, da seufzt er bitter, nimmt die Schaufel und beginnt ein Loch zu graben ...


Band 1978
Erscheint am 02.10.2018
Wer keine Gnade kennt
Geschrieben von G. F. Unger

Dave Bringham glaubt wieder fest daran, dass er ein Glücksjunge ist. Er wird den Kampf gewinnen.
Johnny Mills, sein Gegner, kann sich kaum noch auf den Beinen halten. Er torkelt. Sein Blick ist glasig, sein Gesicht von Treffern gezeichnet.
Es ist der härteste Kampf, den Dave bestritten hat, seit er als Preiskämpfer sein Geld verdient. Denn Johnny Mills ist nicht irgendwer. Man nennt ihn den »Hammer vom Mississippi«, und er schlug in den letzten beiden Jahren jeden Gegner.
Doch heute ist er an der Reihe.
Eine tobende, brüllende und pfeifende Zuschauermenge umgibt den Kampfplatz. Es ist eine schreckliche, entfesselte Menge, die kein Mitleid kennt.
Man wittert die Sensation.
Der große Johnny Mills, der Mann, der mehr als hundert Gegner besiegte, wird heute von Dave Bringham zerbrochen werden, endgültig und für immer. Denn die Regel dieses Preiskampfes lautet: Keine Gnade, bis einer der Gegner völlig kampfunfähig ist ...



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