Heftvorschau           

Band 1941
Erschienen am 16.01.2018
Der Spieler Kisko
Geschrieben von G. F. Unger

Unter den Spielern von damals gab es solche und solche. Manche waren üble Kartenhaie. Sie arbeite¬ten mit allen Tricks. Wenn sie erst einmal irgend¬welche Opfer gefunden hatten, kannten sie keine Gnade.
Aber es gab auch andere.
Irgendwie waren sie Gentlemen geblieben. Sie spielten ehrlich und ließen sich nur von ihrem Instinkt, ihrer Einfühlungsgabe und ihrer starken Nervenkraft leiten. Sie waren Spieler, weil sie das Wagnis und das Abenteuer liebten. Und nicht nur am Kartentisch.
Sie konnten auch verlieren. Das gehörte zu ihrem Stolz. Und nicht zuletzt waren sie Kämpfer.
Kisko Lane war ein solcher Spieler. Er erzählt uns seine Geschichte ...


Band 1942
Erscheint am 23.01.2018
Es waren sechs Texaner
Geschrieben von G. F. Unger

Lou Madisons Haus war für alle wilden Jungs mit genügend Dollars das Paradies. Denn bei ihr arbeiteten die schönsten Mädchen auf fünfhundert Meilen in der Runde.
Wir hatten eine Pferdeherde hergebracht. Denn Pferde waren knapp in Golden Bucket, was so viel wie »Goldener Eimer« bedeutet. Der Name kam zustande, als jemand mit einem Eimer Wasser aus dem Creek holte. Nachdem sein Pferd den Eimer leer gesoffen hatte, sah er sich den Sand darin an. Aber es war kein richtiger Sand. Es war mehr Gold als Sand. Der Bursche von damals hatte also Gold im Eimer.
Und weil er das nicht für sich behalten konnte, gab es hier bald tausend und noch mehr goldhungrige Burschen mit allem nur denkbaren Zubehör. Das Camp schoss wie eine Kolonie Pilze aus dem Boden. Man nannte es Golden Bucket. Und im Winter stellte sich heraus, dass die goldhungrigen Digger vom Gold nicht satt werden konnten. Sie brauchten Fleisch. Es war nicht mehr genug Wild da nach einigen Blizzards. Da begannen sie ihre Pferde zu verspeisen. Und deshalb hatten wir eine Herde hergebracht, weil niemand gern zu Fuß ging und wir auf gute Preise hofften ...


Band 1943
Erscheint am 30.01.2018
Clearwater
Geschrieben von G. F. Unger

Die Savage-Brüder hatten mich eingekeilt an diesem grauen Morgen, als ich aus Molly Dunns Etablissement trat. Es war das nobelste Sündenhaus von Fort Benton.
Ich hatte bei Molly Dunns Schönen eine lange Nacht verbracht, zuletzt mit der wirklich wunderbaren Sally in deren Bett. Und so war ich so richtig zufrieden mit mir und der Welt. Nun wollte ich so schnell wie möglich von hier fort. Denn die Savage-Brüder Tom, Clark und Jesse waren schon lange scharf auf meinen Skalp. Ich hatte erfahren, dass auch sie sich in Fort Benton aufhielten, und wollte ihnen aus dem Weg gehen.
Deshalb verließ ich das Haus der sieben Sünden im Morgengrauen. Dabei hätte ich ebenso gut noch eine Weile bei Sally im Bett bleiben können. Da hätte ich wenigstens noch etwas Spaß und Freude gehabt.
So aber - das wusste ich - musste ich um mein Leben kämpfen. Tom und Clark standen vor mir. Sie waren aus einer Gasse getreten und versperrten mir mitten auf der staubigen Fahrbahn den Weg. Sie grinsten mich im ersten Morgengrauen voll böser Freude an und kamen sich wie Jäger vor, die ein Wild endlich in die Enge getrieben und zum Abschuss gestellt hatten.



Top

 
Sie interessieren sich für unsere aktuellen Meldungen? Hier finden Sie die neuesten Informationen rund um unsere Verlagsprodukte.
mehr ...
 
Besuchen Sie die Foren zu unseren Themenwelten und tauschen Sie sich mit anderen Lesern und Gleichgesinnten aus.
mehr...
Content Management by InterRed