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Band 1932
Erschienen am 14.11.2017
Ein Mann wie Starretter
Geschrieben von G. F. Unger

In den siebziger Jahren, also nach dem amerikanischen Bürgerkrieg, trieben sich im nördlichen Texas und in New Mexiko viele Gesetzlose herum. Sie bildeten starke Banden und überfielen erbarmungslos alles, was ihnen Beute verschaffte.
Das Gesetz war machtlos, denn die Entfernungen waren gewaltig. Kein Aufgebot konnte lange genug in den Sätteln bleiben.
Und selbst wenn einmal eine Bande vernichtet wurde, entstand dafür gleich eine neue.
Der Aufschwung im Land stagnierte und war ständig in Gefahr.
Als dann die Minen wieder zu fördern begannen und es verstärkt Gold- und Silbertransporte gab und im Gegenzug die Lohngelder transportiert wurden, nahm das Unwesen noch einmal zu.
Allmählich wurde jedoch klar, dass all diese Banden von einem Hauptquartier aus gelenkt und generalstabsmäßig geführt und eingesetzt wurden. Irgendwo im texanischen Panhandle, aber auch im Indianer-Territorium Oklahoma fanden diese Banden sicheren Unterschlupf.
Sie legten riesige Entfernungen zurück, waren sogenannte »Langreiter« auf besonders schnellen und dabei auch ausdauernden Pferden.
Selbst die Texas Rangers blieben mehr oder weniger erfolglos.
Es musste endlich etwas unternommen werden …


Band 1933
Erscheint am 21.11.2017
Zickzack-Fährte
Geschrieben von G. F. Unger

Vor dem baufälligen Blockhaus steht ein Pferd. Und dann tritt ein noch ziemlich junger Bursche aus der Tür. Er hält eine Schrotflinte in der Hand und hat den Doppellauf in der Beuge des linken Armes liegen. Er trägt auch einen Waffengurt mit zwei Colts, deren Holster er wie ein Revolvermann an die Oberschenkel gebunden hat.
Der Junge ist blass, dünn und nervös. Er fragt heiser und mürrisch: »Wollen Sie etwas von mir?«
Es ist noch hell genug, sodass Wego Denver sich den Jungen ziemlich genau ansehen kann. Der Bengel ist bestimmt nicht älter als achtzehn Jahre. Und er ist abgerissen und sichtlich heruntergekommen. Nur seine Waffen sind gut. Das Pferd sieht so mager und schlecht aus wie der Junge. Der Sattel ist überall beschädigt und notdürftig zurechtgeflickt.
Wego blickt fest in die unruhigen Augen des Jungen. Er erkennt darin eine ganze Menge sehr verschiedener Dinge. Es ist eine trotzige Wildheit darin zu erkennen - aber auch Sturheit und vielleicht sogar Verworfenheit. Dieser Junge gleicht einem mageren Bastardhund, der vielleicht im tiefsten Innern gar nicht schlecht ist, der aber irgendwie verdorben wurde und zu der Überzeugung gekommen ist, dass er ein sogenanntes »schwarzes Schaf« ist, dem niemand mehr eine Chance gibt. Und jetzt versucht der Bengel, sich mit Bosheit, wilder Verwegenheit und Rücksichtslosigkeit durchs Leben zu bringen.
Wego Denver kennt diese Sorte. In diesem Alter war er genauso ...


Band 1934
Erscheint am 28.11.2017
Texanerwort
Geschrieben von G. F. Unger

Jack Tucker reitet schon viele Tage durch das raue Land - viele Tage, die sich zu Wochen reihen - zu einer endlosen Kette einsamer Camps.
Jack Tuckers Ausrüstung ist schlecht - so schlecht, wie sie bei einem Mann, der jetzt nach beendetem Bürgerkrieg aus der Gefangenschaft entlassen wurde, nur sein kann. Er ist auch nicht mehr besonders jung.
Und das Heimweh lässt ihn nicht zur Ruhe kommen, lässt ihn ständig reiten und im Sattel bleiben. Die Sehnsucht nach seiner Frau und seinen beiden Söhnen, die jetzt sechzehn und achtzehn Jahre alt sind, gönnt ihm keine ruhige Minute mehr.
Als er den Hauptcanyon zur Hälfte durchritten hat, stößt er auf eine schmale Schlucht. Nach etwa einer Meile mündet die Schlucht in einen Felskessel, und als Jack Tucker in der Mündung verhält - denn er ist ein sehr vorsichtiger Mann, der so leicht nicht zu überraschen ist -, sieht er drüben im Schatten einiger Felsen ein Camp.
Es ist ein sehr dürftiges Camp. Er sieht ein Feuer, zwei Pferde und einige kleine Bündel.
Ein Mann hockt am Feuer und hantiert mit einer Bratpfanne. Der andere kommt soeben mit einem gefüllten Wassersack aus einer Felsspalte. Dort muss sich eine Quelle befinden.
Während Jack Tucker die beiden Männer beobachtet, leckt er sich über die trockenen Lippen und fühlt dabei seinen Durst und den nagenden Hunger.
Aber noch reitet er nicht hinüber ...



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