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Band 1864
Erschienen am 26.07.2016
Die Rache der Lily Brown
Geschrieben von G. F. Unger

Es ist an einem Nachmittag, als sich die vier hartgesottenen Weidepiraten im Hinterzimmer des Cattlemen Saloon treffen.
Sie kommen fast zur selben Zeit in die kleine Stadt geritten, und jeder von ihnen hat zwei Reiter mitgebracht, die zu jener Sorte gehören, welche mit dem Colt besser umgehen kann als mit einem Wurfseil.
Doch diese Reiter nehmen an der Beratung natürlich nicht teil, sondern halten sich an der langen Theke des Saloons auf.
Die vier Bosse aber genehmigen sich erst einmal kurz hintereinander zwei Drinks und zünden sich eine dicke Zigarre an. Dann betrachten sie sich eine Weile schweigend.
Schließlich knurrt Herb Stonebreaker grimmig: »Nun gut, Stud Kennedy, du hast uns zusammengerufen. Also sag uns, was dich dazu bewogen hat! Was willst du von uns?«


Band 1865
Erscheint am 02.08.2016
Der Stern im Norden
Geschrieben von G. F. Unger

Jesse Jones zügelt seinen grauen Wallach und späht durch den Schneeregen über die Köpfe der Menschen hinweg zum Fluss. Auf einer kleinen Felsklippe inmitten des tobenden Flusses hocken zwei kleine Jungen. Sie winken und rufen. Doch dieses Rufen ist durch das Gurgeln und Brausen des Wassers nicht zu vernehmen. Aus der Ferne, stromabwärts im Westen, grollt und dröhnt ein seltsamer Donner, der mit einem berstenden Krachen endet. Jesse Jones weiß sofort Bescheid.
Er war schon an solchen Flüssen, wenn im Vorfrühling der gewaltige Eisstau losbrach und sich einer alles vernichtenden Lawine gleich den Fluss abwärts wälzte. Er weiß, dass die beiden Jungen in Lebensgefahr sind.
»Warum holt ihr sie nicht raus?«, ruft er laut.
Einer der Zuschauer mustert Jesse Jones und sagt: »Warum sollten wir? Es sind die Söhne von Kingfisher, diesem verdammten Geier.« Er lacht grimmig und schadenfroh.
»Sollen sie ruhig umkommen!«, brüllt ein anderer. »Dann hat Kingfisher keinen Erben mehr für sein Rinderreich!«


Band 1866
Erscheint am 09.08.2016
Nebraska-Fehde
Geschrieben von G. F. Unger

Es war ein kalter Regentag, und ich fror unter meiner Ölhaut. Diese nasse Kälte drang durch bis auf die Kno¬chen. In den letzten Tagen war ich dauernd geritten, immer nur geritten. Und die Camps waren einsam, kalt, nass und freudlos gewesen.
Doch solche Camps war ich gewohnt, ich, Johnny Kisco.
Wer damals meinen Namen kannte, der wusste, war¬um ich einsame Camps aufsuchte, auf verborgenen Fährten ritt und wie ein einsamer Wolf lebte.
An jenem kalten, nassen und schon sterbenden Regen¬tag war ich nach Chance unterwegs. Chance war eine kleine Stadt in den Hügeln der Arapahoe-Prärie westlich vom Elkhorn River. Dort sollte ich Jason Barney treffen.
Gestern war ich schon auf die breite Fährte von Jason Barneys großer Schafherde gestoßen, und mir war von Anfang an klar, dass diese Fährte im kalten Regen nicht weniger stank als bei trockenem Wetter. Im Gegenteil, es kam mir so vor, als wäre der Gestank noch schlimmer und das ganze Land würde auch noch in hundert Jahren nach Schafen stinken …



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