Heftvorschau           

Band 1856
Erschienen am 31.05.2016
Bis in den Tod
Geschrieben von G. F. Unger

Es war schon ziemlich spät im Herbst, als ich das Wallowa Valley der Nez Percé erreichte. Ich wusste zwar, dass zwischen den Nez Percé und den USA der Kriegszustand herrschte, aber ich war da völlig neutral. Und gewissermaßen gehörte ich in dieses Land wie die Nez Percé selbst. Ich war hier geboren. Das Land war meine Heimat. Und so fühlte ich mich weder als Weißer noch als Indianer, aber dennoch als Einheimischer. Ich war neutral.
Und so glaubte ich, dass ich auch dieses Jahr wieder in meine Jagdgründe in den Bitterroot Mountains ziehen konnte. Schließlich hatte ich viele Freunde bei den Nez Percé, angefangen bei ihrem großen Häuptling Joseph bis zu zahlreichen Kriegern, Alten und Kindern. Ich war stets ein gern gesehener Gast in ihren Dörfern im Wallowa Valley. Also ritt ich mit meinen beiden Packtieren ins weite und wunderschöne Tal hinein und machte mir keine besonderen Sorgen …


Band 1857
Erscheint am 07.06.2016
Ernest, der Spieler
Geschrieben von G. F. Unger

Jim Lane gehört wie viele andere in diesem Frühsommer - es ist das Jahr 1867, also zwei Jahre nach dem für den Süden verlorenen Krieg - zu den Abenteurern und Glücksjägern, die von Süden her nach Norden ziehen. Und Saint Louis ist für diese Leute auf dem Wasserweg der Umsteigeplatz. Von den großen Mississippi-Dampfbooten steigt man hier auf die kleineren und flacheren Dampfboote des Missouri um.
Jim Lane kam aus Alabama mit der Postkutsche nach Saint Louis. Doch jetzt ist er blank, wie man so sagt, wenn der Geldbeutel leer ist.
Er ist ein Mann ohne Pferd, ohne Sattel - aber nicht ohne Colt. Außer diesem Colt hat er nur noch wenig Gepäck. Und selbst einen der billigen Deckplätze auf einem Dampfboot weiter hinauf nach Norden könnte er nicht bezahlen. Eigentlich ist er nichts anderes als ein völlig abgebrannter Tramp.
Als er aus der Postkutsche klettert, knurrt sein Magen hörbar …


Band 1858
Erscheint am 14.06.2016
Verdammter Befehl
Geschrieben von G. F. Unger

Ich steckte mächtig in der Klemme - wieder einmal. Doch diesmal waren meine Chancen so winzig, dass man sie mit einer Lupe hätte suchen müssen. Sie waren für mich also nicht zu erkennen.
Ich hatte eine gewaltige Feier hinter mir. Denn vor drei Tagen hatte ich Abschied von der Armee genommen.
Ich war ein freier Mann geworden, der keine verdammten Befehle mehr ausführen und seine Vorgesetzten mit »Sir« anreden musste, so als wären sie unfehlbare Halbgötter.
Ja, ich war wieder frei.
Und das hatte ich in Rosalia gefeiert.
Nun wollte ich ein neues Leben anfangen.
Doch dann sah es plötzlich so aus, als würde mein Leben hier enden, hier im Golden Hotel von Rosalia …



Top

 
Sie interessieren sich für unsere aktuellen Meldungen? Hier finden Sie die neuesten Informationen rund um unsere Verlagsprodukte.
mehr ...
 
Besuchen Sie die Foren zu unseren Themenwelten und tauschen Sie sich mit anderen Lesern und Gleichgesinnten aus.
mehr...
Content Management by InterRed