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Band 2325
Erschienen am 19.09.2017
Yellow Blizzard
Geschrieben von G. F. Unger

Broderick Lee kommt von Süden her über den Big-Horse-Pass geritten und sieht von der Wasserscheide aus über gewaltige Bergterrassen auf das Million-Canyons-Land nieder.
Die Schönheit der Landschaft lässt ihn den Atem anhalten. Er ist von Arizona schon eine ganze Menge gewöhnt, aber dieses wilde Land dort unten schlägt alles.
Er sieht die grünen Terrassen, die roten Mesas, den schmalen Fluss, der silbern zwischen purpurnen Felswänden strömt. Und viele, viele Canyons durchbrechen überall die roten Bergschultern und bilden Furchen in dem wild zerhackten Land.
Broderick Lee holt tief Atem.
»Na gut«, murmelt er sanft, »vielleicht ist dieser Yellow Blizzard in Wirklichkeit mein verschollener Royal Flush. Ich werde ihn sofort erkennen, wenn ich ihn sehe. Und dann sollen ihn die Menschen nicht töten, weil er ein Killer ist. Vorwärts, Mister.«
Die letzten Worte gelten dem hässlichen, struppigen Pinto, den Broderick Lee reitet. Ein Packpferd trottet an der langen Leine hinterher.
So ziehen sie zum Million-Canyons-Land hinunter - ein großer, sehniger Mann, ein hässlicher Schecke und ein knochiges Packtier, das ein ziemlich dürftiges Bündel auf dem Rücken trägt …


Band 2326
Erscheint am 26.09.2017
Trail-House
Geschrieben von G. F. Unger

Nachdem die Kutsche das Trail-House an der Red River-Furt erreicht hat und die Passagiere ausgestiegen sind, um sich die Beine zu vertreten oder einen kleinen Imbiss einzunehmen, wendet sich der Fahrer an das blasse Mädchen. »Weiter kann ich Sie ohne Fahrgeld nicht mitnehmen, Miss«, sagt er bedauernd. »Ich hätte, es gern getan, aber leider steigen hier zwei zahlende Passagiere zu, und einer davon wird sowieso schon auf dem Kutschendach mitfahren müssen. Tut mir leid, Miss, aber für Sie ist hier Endstation.«
Jessica Malorny, der man ansieht, dass sie eine längere Zeit sehr krank gewesen ist, presst die Lippen zusammen und nickt stumm. Seit sie vor zwei Jahren von daheim fortlief, hat sie sich das Betteln längst abgewöhnt. Sie begriff ziemlich schnell, dass man auf dieser Erde für alles seinen Preis zahlen muss.
Tapfer holt sie ihr weniges Gepäck aus dem Gepäckkasten der Kutsche und wendet sich mit den zwei nur halb gefüllten Taschen dem Hauptgebäude der Station - dem sogenannten Trail-House - zu, um den anderen zu folgen.
Ihr ist schwer ums Herz, aber sie kann unmöglich ahnen, dass dieser Ort die Hölle für sie sein wird …


Band 2327
Erscheint am 04.10.2017
Cheyenne River
Geschrieben von G. F. Unger

Die Black Hills in Dakota und Wyoming bedecken ein Gebiet von etwa zweieinhalb Millionen Hektar. In diesem Gebiet befinden sich die höchsten Gipfel Amerikas außerhalb der Rocky Mountains.
Als damals in den Black Hills der Goldrun begann, war es meist kein Problem, Gold zu finden. Das Problem entstand erst, wenn es darum ging, es aus dem Goldland fortzuschaffen.
Denn auf allen Wegen, selbst auf den verborgensten Pfaden, lauerten Banditen, die sogenannten Goldwölfe. Nur ein Weg war einigermaßen sicher, was diese Goldwölfe betraf, aber dafür gab es auf diesem Weg andere Gefahren. Es war der Weg auf einem der reißenden Quellflüsse zum Cheyenne River hinunter, auf dem man Fort Sully erreichen konnte.
Doch es gab nicht viele Männer, die sich auf diesen reißenden Quellflüssen, die ja richtige Wildwasser waren, auskannten.
Einer dieser Männer war Jack Kilbourne.



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