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Band 2385
Erschienen am 13.11.2018
Chisholm Trail
Geschrieben von G. F. Unger

»Diese langhornigen Biester haben sich wahrhaftig während des Krieges wie Kaninchen vermehrt, und ich sehe schon den Tag kommen, da sie jeden Quadratzoll von Texas bedecken«, brummt Joe Rock und spuckt einen Strahl braunen Tabaksaft vom Sattel aus auf den Boden. Dann sieht er Jesse Chisholm an, mit dem er vor vielen Jahren auf diese Weide kam. Damals hatten sie drei Kühe und einen Stier bei sich, und nach ihnen kamen andere Männer und suchten sich im weiten Land Weideplätze aus, die so groß wie europäische Fürstentümer sind.
Die Rinder vermehrten sich. Nun bedecken sie zu Hunderttausenden die Weideflächen von Texas. Es gibt jetzt nach dem Krieg keine Absatzmärkte. Das Überangebot hier im Süden ist zu groß. Sie sind nur ihre Häute wert - und das sind manchmal weniger als fünfzig Cent.
Jesse Chisholm nickt bedächtig. Er ist ein großer Mann, und er sitzt so locker und lässig wie ein Indianer auf seinem schwarzen Pferd. Seine grauen Augen schweifen über die Senke, in der sich Rinderrudel bewegen, wilde, langhornige Tiere. Nur wenige sind darunter, an deren Schenkel das alte Brandzeichen zu erkennen ist. Die meisten Tiere sind ungebrannt - weil es sich gar nicht mehr lohnt. Sie sind so gut wie wertlos geworden.
Jesse Chisholm bewegt die mächtigen Schultern. In seinem dunklen und kühn geschnittenen Gesicht beginnt es zu zucken ...


Band 2386
Erscheint am 20.11.2018
Der Weg nach Bozeman
Geschrieben von G. F. Unger

Drango Lonekid wirft seine Karten hin, ohne sie angesehen zu haben, erhebt sich und sagt trocken: »Ich höre auf, ich bin hier fertig!« Er greift nach seinem Geld und will es einstecken.
»Sie können nicht mitten in einem angefangenen Spiel aufhören«, begehrt einer der Mitspieler auf.
»Doch, ich kann«, sagt Drango Lonekid. »Ich bin dagegen, wenn jemand sich die Karten von unten gibt!« Er hat inzwischen seine Dollarstücke eingesteckt. Er achtet scharf auf den Mann, der gegeben hat und den er für einen billigen Kartenhai halten muss.
Blitzschnell greift der Kartenhai in die Innentasche seines schwarzen Prinz-Albert-Rockes. Doch ehe er einen kleinen Colt-Derringer in die Hand bekommt, hechtet Drango über den Tisch und stößt ihm beide Fäuste ins Gesicht. Der aufspringende Mann stürzt rücklings über den Stuhl. Er ist größer und schwerer als Drango Lonekid. Doch Drango erweist sich als schneller und härter.
Er verabreicht ihm eine Tracht Prügel. Er lässt dem Kartenhai keine Chance, nutzt den Vorteil, den er dadurch bekam, dass er ihn beim Angriff mit beiden Fäusten treffen konnte und auf ihm zu liegen kam. Als er fertig ist mit dem Mann, der ihn betrügen wollte, erhebt er sich. Obwohl er soeben explodiert ist wie ein Kettenblitz und in rasende Tätigkeit geriet, geht sein Atem nicht viel schneller als zuvor. Auch ist in seinem hageren, etwas hohlwangigen Gesicht keinerlei Anstrengung festzustellen. Und sein feuerrotes Haar leuchtet im Lampenlicht ...


Band 2387
Erscheint am 27.11.2018
Die harte Ranch
Geschrieben von G. F. Unger

Auf dem Wege nach Bow verhält Jim Ballard sein Pferd. Von links kommt das Rudel der TT Ranch angeritten, als wollte es ihm den Weg abschneiden. An der Spitze der harten Mannschaft reitet Jack Quaid. Jim kennt ihn und die rücksichtslose Art dieser Meute. Vor wenigen Jahren war Jim selbst noch Vormann der Ranch gewesen. Bis er sich nach einer Auseinandersetzung mit dem Boss Bully Tex Texterlee selbstständig machte. Mit Jack Quaid, der jetzt Vormann ist, stand Jim schon von jeher auf Kriegsfuß. Jim kennt sich aus: Das dort sind keine Cowboys, das sind angeworbene Revolverschwinger!
Jack Quaid reitet direkt neben Jim Ballard, sodass sich ihre Pferde gegenseitig die Schwänze um die Mäuler schlagen können, und pöbelt Jim Ballard drohend an: »Nun, Mister Jim! Jetzt ist die Hölle aufgebrochen!«



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