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Band 2368
Erschienen am 17.07.2018
Nur ein Marshalstern
Geschrieben von G. F. Unger

Der Siedler Jack Smith reitet von Norden her in die Stadt – und so klein und krumm er auch ist, er besitzt den Stolz eines echten Mannes. Denn auch ein kleiner, armer, mit sieben hungrigen Kindern geplagter Siedler kann stolz und furchtlos sein, und der Stolz ist sein kostbarster Besitz, den er sich nicht nehmen lässt – auch nicht von Patrick Fargos Leuten.
Jack Smith reitet auf der staubigen Fahrbahn in die Stadt. Er sitzt in einem alten Sattel, mit einem alten Colt im Hosenbund und auf seinem besten Ackerpferd. Ja, wie ein kleiner und entschlossener Kampfhahn kommt er in die Stadt Comanche geritten. Aber als er die Männer auf der Veranda des Bell Star Saloons erkennt, fühlt er sein Herz im Hals klopfen, und er muss mehrmals trocken schlucken.
Warum bin ich nicht von der Südseite her in die Stadt geritten?, denkt er bitter. Dann hätte ich nicht am Saloon vorbeireiten müssen.
Einen Moment fühlt er sich versucht, sein Vorhaben aufzugeben und die Stadt wieder zu verlassen. Aber da spürt er wieder seinen Stolz in sich.
»Sie werden es nicht wagen«, knurrt er heiser und reitet weiter ...


Band 2369
Erscheint am 24.07.2018
Das harte Spiel
Geschrieben von G. F. Unger

Es war schon Nacht, als wir die Wasserscheide des Passes erreichten und der Fahrer das Sechsergespann kurz verschnaufen ließ.
Da tauchten plötzlich aus dem dunklen Schattenbereich der Felsen sechs oder sieben Reiter auf. Eine scharfe Stimme rief: »Jorge, macht nur keine Dummheiten, du und dein Begleitmann!«
Das war die einzige Warnung.
Dann fluchte der Begleitmann auf dem Bock. Man konnte am Klang seiner Stimme hören, dass er kämpfen wollte. Ich sah ihn nicht, konnte mir aber vorstellen, wie er das Parker-Schrotgewehr hochriss. Aber zuvor blitzten Mündungsfeuer auf, ein Revolver krachte zweimal. Dann erst war das Donnern der Schrotflinte zu hören. Ich bezweifelte, dass der Begleitmann noch einen der Banditen getroffen hatte. Denn im nächsten Augenblick stürzte er von seinem hohen Sitz.
In der Kutsche waren außer mir noch einige andere raue Burschen, die mit zumindest einem Revolver bewaffnet waren. Doch wir alle unternahmen nichts. Wir hatten dafür unsere Gründe ...


Band 2370
Erscheint am 31.07.2018
Mein Wort, Tom!
Geschrieben von G. F. Unger

Es ist Sheriffswahl. Am Vortag lief Jim Lennards Amtszeit ab. Erst bei Sonnenuntergang wird man im Ridge County wissen, wie der neue Sheriff heißt.
An diese Dinge denkt Tom Overhoff mit der lässigen Gleichgültigkeit eines Mannes, der sich seiner Kraft und Stärke bewusst ist und der im ganzen Land dafür bekannt ist, dass er seine Kämpfe und Fehden ohne Sheriff austrägt. Ein Mann soll für sich selbst sorgen, und nur das, was er mit eigener Kraft halten oder erobern kann, steht ihm zu. Das ist Tom Overhoffs Devise.
Vor dem kleinen Tor des umzäunten Friedhofs steht ein leichter Wagen. Neben dem Wagen verhält Tom Overhoff sein Pferd. Sage Limrock, ein christlich erzogener Cheyenne-Indianer, sitzt auf dem Wagenbock. Seine hornigen Hände halten die Zügel auf besondere Art - so, dass die feurigen Pferde sanft und fügsam wirken. Sage Limrock ist der beste Mann im Land, wenn es sich um Pferde handelt. Auch sonst hat er bemerkenswerte Qualitäten.
»Hallo, Limrock«, murmelt Tom, »eines Tages werde ich wissen, was ich von dir zu halten habe. Du bist treu, aber ich frage mich, wie weit deine Treue geht.«
Der Indianer bewegt kaum die messerscharfen Lippen.
»Bis zum Himmel oder auch bis in die Hölle reicht meine Treue, Mister«, sagt er leise und ruhig ...



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