Heftvorschau "Lassiter"           

Band 2388
Erschienen am 24.04.2018
Zwischen Leben und Tod

Der Häuptling der Tonkawa hatte seit einer guten Meile kein Wort gesprochen und ritt noch vor den Spähern, die Colonel Ranald S. McKenzie seinem Indianerscout an die Seite gestellt hatte. Die vierte US-Kavallerie näherte sich der Talkante des Palo Duro Canyon.
An einem Felsvorsprung gebot der Tonkawa Halt.
"Was ist los?", fragte McKenzie im schroffen Ton eines Mannes, der an diesem Morgen nichts außer Ungeduld empfunden hatte. "Die verdammten Indianerdörfer müssten längst in Sicht sein."
Der Häuptling hob den Arm und deutete auf eine dünne Rauchsäule, die von der Talsohle des Canyons aufstieg. Sie war von einem Ring aus winzigen Tipis umgeben, die McKenzie beim ersten Blick in die Schlucht entgangen waren.
"Na endlich", sagte der Colonel. "Jetzt geht's ihnen an den Kragen."


Band 2389
Erscheint am 02.05.2018
Die Menschenjäger von Montana

Obwohl er in den vergangenen Wochen und Monaten nahe daran gewesen war, die Hoffnung aufzugeben, hatte Russell Crane auch an diesem Tag gearbeitet wie ein Tier. Und noch ehe die Sonne hinter den Wipfeln der Wälder verschwand, stieß er einen Schrei aus, in dem sich ebenso Unglauben wie Triumph wiederfanden. "Gold!", krächzte er mit versagender Stimme. "Teufel auch, ich bin auf Gold gestoßen!"
Cranes Hände gruben sich durch den Schlamm und das Geröll im Wassertrog, um noch mehr der glitzernden Steinchen zu finden. Sie waren so klein, dass sie einfach durch die Maschen des Siebs gefallen waren. Aber sie waren wertvoller als alles, was er jemals besessen hatte.
Dann ertönte das Schlagen heranjagender Hufe. Fünf oder sechs Pferde waren es mindestens. Russell Crane erstarrte. Noch im selben Moment wurde ihm klar, dass der Tag ein schlimmes Ende nehmen würde.


Band 2390
Erscheint am 08.05.2018
Mach dein Testament, Lassiter!

Bill Waters schwankte ein wenig, als er an die Bar des Maverick Saloons trat. "Whiskey!", lallte er. "Eine ganze Flasche, wenn ich bitten darf."
Die Männer am Tresen sahen ihn an. "Na, Billy, hast du den großen Reibach gemacht?", spöttelte George Hull, der Schmied.
Der Bartender erschien. Er drehte den Korken aus einer Flasche, goss ein Glas voll und schob es Waters hin. "Ich schreib's mit auf deine Rechnung", sagte er.
Waters zog seine Brieftasche aus der Jacke. "Nein, heute ist Zahltag", sagte er großspurig. "Ich mach mich ehrlich. Was bekommst du von mir, Jaffy?"
"Achtzehn Dollar", erwiderte der Salooner. Waters gab ihm zwanzig. "Rest ist Trinkgeld."
George Hull blickte auf Waters' rechte Hand. "Wieso zum Henker hast du Blut an den Griffeln?", fragte er dumpf.



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