G.F. Unger - Western Sonder-Edition           

Band 102
Erschienen am 10.01.2017
Bannisters letzte Jagd
Geschrieben von G. F. Unger

Es ist schon Nacht, als John Bannister die kleine Stadt am San-ta Fé Trail erreicht und seinen grauen Wallach in den Mietstall bringt.
"Versorgen Sie ihn gut", sagt er zu dem alten Stallmann. Seine Stimme klingt freundlich, nicht scharf oder befehlend, und den-noch weiß der alte Ex-Cowboy, dass er sich mit diesem Wallach viel Mühe machen muss, wenn er mit dem Fremden keinen Ärger be-kommen will.
Und so nickt er zu dem großen Mann empor und sagt dabei: "Yes, Sir, dieser Graue verdient es, dass sich ein guter Freund um ihn kümmert. Sie können sich darauf verlassen, denn ich mag Pferde lieber als Menschen."
John Bannister antwortet nicht. Er nimmt nur sein Gepäck herun-ter und das Gewehr aus dem Sattelschuh und macht sich wortlos auf den Weg zum Hotel, an dem er schon vorbeiritt auf dem Weg zum Mietstall.


Band 103
Erscheint am 24.01.2017
Keine Chance in Jericho
Geschrieben von G. F. Unger

Als ich die Wasserstelle erreichte, da wusste ich genau, dass noch zwei Apachen hinter mir her waren, um ihre drei Vettern zu rächen, die es nicht geschafft hatten, mich zu erledigen. Denn als sie auf meine Fährte stießen, waren sie fünf gewesen. Sie hatten mein Pferd und meine Waffen gewollt, wahrscheinlich auch meinen Proviant. Als sie mich in meinem Camp überfielen, hatte ich die Gefahr im allerletzten Moment erkannt. Ich schoss mir den Weg frei und warf mich auf mein ungesatteltes Pferd. Ja, ich entkam. Aber zwei von ihnen folgten mir.
Ob ich die drei anderen getötet hatte, wusste ich nicht. Doch zumindest konnten sie mir nicht mehr folgen.
Mir ging es ziemlich schlecht. Auf meinem sattellosen Pferd und ohne Stiefel war ich schon drei Tage und drei Nächte unterwegs. Bald würde die vierte Nacht beginnen.


Band 104
Erscheint am 07.02.2017
River Cat und River-Wolf
Geschrieben von G. F. Unger

Von Fort Buford zur Yellowstone-Mündung sind es genau zwei Mei-len. Die kleine Sunbee - ein Dampfboot mit einem Heckschaufel-rad - hält bei Fort Buford nur an, um Postsäcke, Kisten und Ballen Fracht und einige Passagiere auszuladen. Dann geht sie wieder in den Strom, um die Fahrt fortzusetzen.
Chet Kincaid, der bei Kansas City mit seinem großen Kanu an Bord kam, macht dieses fertig, sodass man es bald schon mithil-fe des Ladebaumes und der Dampfwinde über Bord heben und ins Wasser setzen kann.
In Chet Kincaids Kanu ist alles, was ein Trapper und Pelzjäger einen langen Winter hindurch benötigt, um seiner Jagd nachgehen zu können. Ein paar einsame Monate liegen vor ihm in einem ge-fährlichen Land am Yellowstone.



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