G.F. Unger - Western Sonder-Edition           

Band 92
Erschienen am 23.08.2016
Krieg im Roten Tal
Geschrieben von G. F. Unger

Sie jagten mich schon drei Tage und drei Nächte durch das Land. Jetzt war die vierte Nacht halb herum, und ich war am Ende. Auch mein Pferd war am Ende. Ich wusste, nun würden sie mich bald erwischen und erledigen. Big John würde mich hängen lassen, das war sicher. Dieser Big John McQueeny hatte schon mehr als einen Mann aus geringerem Anlass hängen lassen. Diesmal hatte er einen wirklich triftigen Grund. Denn ich hatte seinen Sohn getötet.
Die ganze Mannschaft der mächtigen McQueeny-Ranch jagte mich. Dazu kamen noch viele Leute im Land, die dem mächtigen Big John McQueeny einen Gefallen tun wollten. Ich durfte mich nirgendwo blicken lassen. Selbst wenn mich jemand aus großer Entfernung reiten sah, bekamen die McQueeny-Reiter bald schon Bescheid.


Band 93
Erscheint am 06.09.2016
River Lady
Geschrieben von G. F. Unger

Als die Dakota Sun an der Pier festmacht und die Passagiere an Land gehen, da sieht er die schöne Lady zum ersten Mal.
Oh, er wird sich sofort darüber klar, dass sie eine Abenteuerin ist, eine Glücksjägerin, die sich inmitten einer rauen Männerwelt zu behaupten gelernt hat.
Aber sie gehört nicht zu jener Sorte der Tingeltangel-Queens und Edelflittchen. Dies glaubt er instinktmäßig sofort zu erkennen. Sie ist eher eine Art Tigerkatze auf zwei Beinen.
Ihr grünäugiger Blick trifft ihn im Vorübergehen.
Er lächelt ihr zu, und dieses Lächeln ist als eine Art Huldigung an ihre rassige Schönheit gedacht.
Sie lächelt zurück – zwar nur ganz wenig, doch für ihn noch erkennbar. Und ihr Kopf neigt sich leicht, so als würde sie danken. Denn er ist ja kein durchschnittlich wirkender Bursche. Inmitten von hundert Männern würde er auffallen.


Band 94
Erscheint am 20.09.2016
Fünf staubige Wagen
Geschrieben von G. F. Unger

Es war im Mai 1867, als ich meine Brüder zu suchen begann.
Im September hörte ich in El Paso, dass sie vor einigen Tagen aus Mexiko gekommen und sich in Maggi Persons Etablissement für längere Zeit niedergelassen hätten.
Es war in River Bend am Rio Grande, und die Stadt hatte damals einen sagenhaften Ruf. Dort gab es die schönsten Mädchen auf fünfhundert Meilen in der Runde.
Dass meine vier Brüder sich dort ein paar schöne Tage machten, hielt ich für angemessen, denn ich hatte eine hohe Meinung von ihnen, was ihre Männlichkeit betraf.
Für meine vier Brüder war stets das Beste gut genug.
So ritt ich nach River Bend; es waren ja nur siebenundfünfzig Meilen, und die schaffte ich auf meinem Red sozusagen in einem Sitz. Ich ritt die ganze Nacht durch und passte auf, dass die Apachen mich nicht erwischten.



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