G.F. Unger - Western Sonder-Edition           

Band 90
Erschienen am 26.07.2016
Die mächtigen Vier
Geschrieben von G. F. Unger

Es war schon fast Abend, als ich nach Santa Verdad kam, einem kleinen Ort an der Sonora-Grenze, den schon die Spanier schufen, als sie hier eine Mission errichteten, um die Heiden zu bekehren und zu ihren Sklaven zu machen.
Santa Verdad, dies hieß so viel wie "Heilige Wahrheit". Die alten Spanier hatten ja damals eine Vorliebe für solche Namen. Santa Fé zum Beispiel bedeutete ja etwa so viel wie "Heiliger Glaube" oder "Heiliges Fürwahrhalten". Die alten Dons hatten halt einen Tick mit religiösen Namen, und so wimmelte das Land von Ortschaften, die mit Santa oder San anfingen.
Im letzten Licht der untergehenden Sonne sah ich, dass die alte Mission schon sehr verfallen war. Im Turm hing auch keine Glocke mehr, und das war stets ein Zeichen von Armut.


Band 91
Erscheint am 09.08.2016
Apachus
Geschrieben von G. F. Unger

Es war wahrscheinlich in grauer Vorzeit, gewiss aber lange vor der Entdeckung Amerikas durch Columbus, als sich im fernen Norden, also in Alaska, ein großer Teil des athapaskischen Volkes – aus welchen Gründen auch immer – auf den Weg nach Süden machte. Jagend und ständig kämpfend, also von der Jagd und vom Raub lebend, durchquerten sie den gewaltigen nordamerikanischen Kontinent und hinterließen eine breite Blutspur.
Im Süden angekommen, mussten sie sich im Laufe vieler Generationen an ein Wüstenland anpassen, in dem sogar Wüstentiere kaum Lebenschancen besaßen. Sie wurden Wüstenwanderer und Jäger und verharrten auf einer steinzeitlichen Kulturstufe.


Band 92
Erscheint am 23.08.2016
Krieg im Roten Tal
Geschrieben von G. F. Unger

Sie jagten mich schon drei Tage und drei Nächte durch das Land. Jetzt war die vierte Nacht halb herum, und ich war am Ende. Auch mein Pferd war am Ende. Ich wusste, nun würden sie mich bald erwischen und erledigen. Big John würde mich hängen lassen, das war sicher. Dieser Big John McQueeny hatte schon mehr als einen Mann aus geringerem Anlass hängen lassen. Diesmal hatte er einen wirklich triftigen Grund. Denn ich hatte seinen Sohn getötet.
Die ganze Mannschaft der mächtigen McQueeny-Ranch jagte mich. Dazu kamen noch viele Leute im Land, die dem mächtigen Big John McQueeny einen Gefallen tun wollten. Ich durfte mich nirgendwo blicken lassen. Selbst wenn mich jemand aus großer Entfernung reiten sah, bekamen die McQueeny-Reiter bald schon Bescheid.



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