Jerry Cotton: Romangeschichte als Zeitgeschichte

"Jerry Cotton und seine ersten 50 Jahre - Romangeschichte als Zeitgeschichte." So lautet der Vortrag von Literatur-Professor Klaus Göbel anlässlich des Symposiums "Die schwere Kunst der leichten Unterhaltung". Wir dürfen ihn hier freundlicherweise in Auszügen wiedergeben.



Bildhinweis:
Die Bilder zeigen Ausschnitte eines Gemäldes von Johannes Grützke: Jerry Cotton 2004, das auch den Tagungsband zu dem oben erwähnten Symposium im Haus der Geschichte ziert. Im Tagungsband lesen wir nachstehende Widmung.

Johannes Grützke:
Jerry Cotton lässt sich portraitieren.

Im Atelier erscheint Jerry Cotton, pünktlich nach Anmeldung und auf Veranlassung seines Verlegers. Ich male sein Portrait und da er seine Pistole nicht dabei hat, bastele ich ihm einen Ersatz aus einer Spachtel und einem halboffenen Taschenmesser. Er ist damit zufrieden und gewöhnt sich schnell daran. Wir stehen uns gegenüber, Jerry Cotton hält mir lächelnd die Pistole entgegen. Keiner von uns beiden muss sich fürchten. Wir sind uns sympathisch. Wir sprechen über Theologie, Einsamkeit, Babys und Essgewohnheiten. Wir haben eine schöne Zeit. Und sein Jaguar? Der ist in der Werkstatt, und da diese nicht weit von meinem Atelier ist, gehen wir hin und gucken uns das Auto an. Als wir uns verabschieden, sagt er, dass er so was Schönes noch nicht erlebt hat. "Es geht mir ebenso, Mister Cotton", kann ich antworten.


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