Das gesamte Interview mit dem Autor
Hallo, Ian Rolf! Du bist der Autor der neuen Bastei-Miniserie ATLANTIS-LEGENDEN. Was muss man darunter verstehen? Eine neue Fantasy-Serie im Stil von „Kampf der Titanen“?
Nein, nein! ATLANTIS-LEGENDEN ist ein sechsbändiges Spin-Off unserer Erfolgsserie JOHN SINCLAIR, bei der ich bekanntermaßen seit zehn Jahren mitschreibe. Obwohl es durchaus Szenen gibt, in dem der Streifen, der zu meinen Lieblingsfilmen zählt (das Original mit den Effekten von Ray Harryhausen, versteht sich), Pate gestanden haben könnte.
Also John und Suko im alten Atlantis?
Nein, die sind gar nicht dabei. Das heißt, wer aufmerksam liest und die alten Romane von Jason Dark kennt, dem wird auffallen, dass John tatsächlich in Band 4 einen kurzen Auftritt hat. Die Serie ist aber zehntausend Jahre, bevor John und Suko überhaupt geboren wurden, angesiedelt, also vor dem Untergang von Atlantis. Die Geschichte wird aus der Sicht der jungen Kara erzählt, die die Fans als „Die Schöne aus dem Totenreich“ kennen. Aber auch ihr Vater Delios, der damals noch böse Magierdämon Myxin und der Eiserne Engel spielen entscheidende Rollen. Und wir erfahren, wie der Schwarze Tod auf Atlantis erschien! Um den und seinen Angriff auf Atlantis dreht sich nämlich die ganze Serie!
Wow, der Schwarze Tod! Wohl einer der bekanntesten Feinde des Geisterjägers überhaupt! Wie bist du auf die Idee zu dieser Serie gekommen?
Die Idee schlummerte schon seit einigen Jahren in meiner Schublade, genauer gesagt seit Ende 2016, Anfang 2017. Damals war gerade das Sinclair-Spin-Off DARK LAND gestartet, die Taschenbücher „Brandmal“ und „Oculus“ sowie Band 2000 der eigenständigen Serie waren erschienen, und die erste Convention hatte stattgefunden. Zu diesem Zeitpunkt war ich seit knapp zwei Jahren Sinclair-Autor und hatte soeben die Täufer-Trilogie (Band 2014 bis 2016) beendet, die den ersten großen Handlungsbogen abschloss, an dem ich mitgewirkt hatte.
Und da kam dir Atlantis in den Sinn. Wie das? Oder hast Du einfach nur nach einem Thema für eine weitere Spin-Off-Serie gesucht?
Ich fand das Thema Atlantis bei JOHN SINCLAIR schon immer sehr reizvoll, weil es einfach so viele Möglichkeiten bietet. Wir sprechen immerhin über einen Zeitraum von fünftausend Jahren, in denen eine Menge passiert ist. Und da bietet sich ein Spin-Off natürlich wunderbar an, weil ich mir dann keinen Grund dafür ausdenken muss, warum John und Suko mal wieder auf eine Zeitreise gehen. Das hatten wir in der Sinclair-Serie ja schon oft genug. Ich erinnere da nur an den Band-1000-Zyklus um die Bundeslade, den Bastei übrigens zum 80. Geburtstag von Jason Dark noch einmal auflegen wird.
Also eine Spin-Off-Serie mit Kara, Myxin und dem Schwarzen Tod! Aber ohne John und Suko. Glaubst du, das kommt an?
Ich denke schon. Ich bin mir sogar ziemlich sicher, sonst hätte ich das Konzept nicht angeboten und würde die Serie nicht schreiben. Das Sinclair-Universum ist in fünfzig Jahren so enorm gewachsen, dass die Möglichkeiten für Spin-Offs beinahe unendlich sind. Ich habe mich für Atlantis entschieden, weil es für mich das interessanteste Setting für eine Ableger-Serie darstellt. Geplant waren von mir ursprünglich vier Trilogien, also zwölf Bände, aus der Sicht verschiedener Protagonisten (Kara, Myxin, eine Bedienstete des Hauses Delios und John Sinclair). Aber das war mehr eine Art grober Entwurf, den ich meiner damaligen Redakteurin vorgelegt habe. Warum die Serie damals nicht realisiert wurde, kann ich nicht sagen, aber als sich herausstellte, dass die Miniserie CASTOR POLLUX bei den Leserinnen und Lesern so gut ankam, dass man sie demnächst in einer zweiten Staffel fortsetzen will, habe ich ATLANTIS-LEGENDEN noch mal zur Sprache gebracht – und lief zu meiner Überraschung offene Türen ein.
Offene Türen einrennen? Das hat dich überrascht?
Der Vergleich ist gar nicht so verkehrt. Man stelle sich einen motivierten Autor vor, der vor einer verschlossenen Tür steht und sich seit Jahren dagegen wirft. Und gerade, als er zum letzten Mal Anlauf nimmt, wird sie auf der anderen Seite geöffnet. Ich flog hindurch und war so überrascht, dass ich auf der anderen Seite fast aus dem Fenster fiel. Ich war fast überrumpelt davon, sodass ich plötzlich unter Stress geriet. Wie gesagt, es gab ein grobes Konzept, aber ich hatte noch gar keine Handlung! Und zurzeit schreibe ich ja zudem den Haupthandlungsbogen in der eigentlichen Sinclair-Serie, mit Lilith, Pandora, dem Eisernen Engel und Myxin und über das Schicksal des Spuks – übrigens auch eine meiner Lieblingsfiguren.
Ist das der Grund, warum die Miniserie jetzt nur noch sechs Bände hat?
Die Vorgabe kam vom Verlag. Zum einen wollte man eine straffe Handlung mit sehr viel Inhalt. Zum anderen erscheinen mit der wöchentlichen Hauptserie und SINCLAIR-CLASSICS und der SONDER-EDITION alle 14 Tage zwei Sinclair-Romane die Woche, und da möchte man auch auf den Geldbeutel der Fans Rücksicht nehmen. Aber die Taschenheft-Romane sind um einiges länger als die Heftromane, also habe ich letztendlich mehr Raum für die Geschichten.
Aber das ursprüngliche Konzept hat sich bei der konkreten Planung der Serie verändert. Inwiefern?
Als Erstes flog John Sinclair raus, denn der Reiz eines Spin-Offs liegt für mich darin, eine Geschichte ohne den Helden zu erzählen, der ohnehin schon Woche für Woche ein Abenteuer in seiner eigenen Serie erlebt. Trotzdem sollten die Fans bei der Ankündigung leuchtende Augen bekommen, daher kam für mich eigentlich nur die Zeit kurz vor dem Untergang von Atlantis infrage, schließlich wollte ich all die bekannten Figuren aus der Sinclair-Serie dabeihaben: Kara, Myxin, den Eisernen Engel, Delios, Haro und natürlich den Schwarzen Tod. Einerseits will der Verlag mit diesem Spin-Off ohne direktem Bezug zur aktuellen Haupthandlung in JOHN SINCLAIR neue Leserinnen und Leser ansprechen, die noch nie einen Sinclair gelesen haben, denn die Geschichte ist ja lange vor der eigentlichen Serie angesiedelt, andererseits aber auch Altfans zurückgewinnen und das Interesse der vielen Hörspiel-Fans wecken, die bisher noch keine Leserinnen und Leser sind. Und man will auch junge weibliche Leser hinzugewinnen, die im Buchmarkt eine sehr große und attraktive Zielgruppe darstellen. Darum auch die Entscheidung, die Geschichte aus der Sicht der sechzehnjährigen Kara zu erzählen.
Dann erzähl mal etwas über die Handlung. Worauf dürfen wir uns gefasst machen?
Wir springen in eine Zeit gut fünf bis zehn Jahre vor dem Untergang von Atlantis. Kara ist sechzehn, und der Schwarze Tod kommt auf die Erde. Im Prinzip geht es darum, wie die Menschen und Dämonen mit dem Auftauchen dieser noch unbekannten Bedrohung umgegangen sind. Aber auch, wie sich der Schwarze Tod verhalten hat. Für die Fans gibt es zahlreiche Anspielungen und Easter-Eggs. Für mich als Autor bestand der Reiz vor allem darin, bekannte Figuren und Charaktere aus einer neuen Perspektive zu beschreiben. So erleben wir beispielsweise eine recht junge Kara, die noch weit davon entfernt ist, die kämpferische Heldin zu sein, die wir aus der JOHN SINCLAIR-Serie kennen. Myxin ist noch ein richtig fieser Kerl, und auch von Haro erfahren wir wesentlich mehr, als wir bisher von ihm wissen. Das Gleiche gilt für den Eisernen Engel und seine Rolle als Anführer der Vogelmenschen. Aber auch über die Religion und Mythologie der alten Atlanter habe ich mir Gedanken gemacht und dabei versucht, alles so genau wie möglich in den bestehenden Kanon einzubetten.
Hast du dich dabei genau an die Vorgaben von Jason Dark gehalten? Er hat ja diese ganzen Figuren entwickelt und immer wieder in seinen Romanen das Thema Atlantis aufgegriffen!
Ja, die Romane von Jason Dark habe ich alle gelesen. Ich kam ja als absoluter Fan zur JOHN SINCLAIR-Serie. Und ich habe während der Vorbereitung und während des Schreibens die entscheidenden Romane noch einmal gelesen, um dem Meister nicht zu widersprechen. Es gibt zahlreiche Verweise auf die Schlüsselromane zum Thema Atlantis innerhalb der Serie, beispielsweise „Albtraum in Atlantis“, „Karas grausame Schwester“ und „Ich, Myxin“, um nur ein paar zu nennen. Natürlich habe ich mir an der einen oder anderen Stelle auch ein paar Freiheiten erlaubt, allerdings immer unter der Berücksichtigung, dass die Geschehnisse nicht den in der Hauptserie etablierten Begebenheiten widersprechen.
Bleibt es denn bei den sechs Bänden? Bei CASTOR POLLUX startet demnächst die zweite Staffel. Was macht ihr, wenn ATLANTIS-LEGENDEN ein Riesenerfolg wird?
Es gibt durchaus Potenzial für eine Fortsetzung, aber auch für ein mögliches Prequel. Doch dem Verlag und mir spukt zuvor noch ein weiteres Sinclair-Spin-off im Kopf herum, das wir gerne im Anschluss bringen würden und auf das ich schon echt heiß bin. Aber zunächst mal konzentriere ich mich voll und ganz auf diese sechs Bände ATLANTIS-LEGENDEN! Alles andere ist Zukunftsmusik!
Das gesamte Interview mit dem Autor
Hallo, Ian Rolf! Du bist der Autor der neuen Bastei-Miniserie ATLANTIS-LEGENDEN. Was muss man darunter verstehen? Eine neue Fantasy-Serie im Stil von „Kampf der Titanen“?
Nein, nein! ATLANTIS-LEGENDEN ist ein sechsbändiges Spin-Off unserer Erfolgsserie JOHN SINCLAIR, bei der ich bekanntermaßen seit zehn Jahren mitschreibe. Obwohl es durchaus Szenen gibt, in dem der Streifen, der zu meinen Lieblingsfilmen zählt (das Original mit den Effekten von Ray Harryhausen, versteht sich), Pate gestanden haben könnte.
Also John und Suko im alten Atlantis?
Nein, die sind gar nicht dabei. Das heißt, wer aufmerksam liest und die alten Romane von Jason Dark kennt, dem wird auffallen, dass John tatsächlich in Band 4 einen kurzen Auftritt hat. Die Serie ist aber zehntausend Jahre, bevor John und Suko überhaupt geboren wurden, angesiedelt, also vor dem Untergang von Atlantis. Die Geschichte wird aus der Sicht der jungen Kara erzählt, die die Fans als „Die Schöne aus dem Totenreich“ kennen. Aber auch ihr Vater Delios, der damals noch böse Magierdämon Myxin und der Eiserne Engel spielen entscheidende Rollen. Und wir erfahren, wie der Schwarze Tod auf Atlantis erschien! Um den und seinen Angriff auf Atlantis dreht sich nämlich die ganze Serie!
Wow, der Schwarze Tod! Wohl einer der bekanntesten Feinde des Geisterjägers überhaupt! Wie bist du auf die Idee zu dieser Serie gekommen?
Die Idee schlummerte schon seit einigen Jahren in meiner Schublade, genauer gesagt seit Ende 2016, Anfang 2017. Damals war gerade das Sinclair-Spin-Off DARK LAND gestartet, die Taschenbücher „Brandmal“ und „Oculus“ sowie Band 2000 der eigenständigen Serie waren erschienen, und die erste Convention hatte stattgefunden. Zu diesem Zeitpunkt war ich seit knapp zwei Jahren Sinclair-Autor und hatte soeben die Täufer-Trilogie (Band 2014 bis 2016) beendet, die den ersten großen Handlungsbogen abschloss, an dem ich mitgewirkt hatte.
Und da kam dir Atlantis in den Sinn. Wie das? Oder hast Du einfach nur nach einem Thema für eine weitere Spin-Off-Serie gesucht?
Ich fand das Thema Atlantis bei JOHN SINCLAIR schon immer sehr reizvoll, weil es einfach so viele Möglichkeiten bietet. Wir sprechen immerhin über einen Zeitraum von fünftausend Jahren, in denen eine Menge passiert ist. Und da bietet sich ein Spin-Off natürlich wunderbar an, weil ich mir dann keinen Grund dafür ausdenken muss, warum John und Suko mal wieder auf eine Zeitreise gehen. Das hatten wir in der Sinclair-Serie ja schon oft genug. Ich erinnere da nur an den Band-1000-Zyklus um die Bundeslade, den Bastei übrigens zum 80. Geburtstag von Jason Dark noch einmal auflegen wird.
Also eine Spin-Off-Serie mit Kara, Myxin und dem Schwarzen Tod! Aber ohne John und Suko. Glaubst du, das kommt an?
Ich denke schon. Ich bin mir sogar ziemlich sicher, sonst hätte ich das Konzept nicht angeboten und würde die Serie nicht schreiben. Das Sinclair-Universum ist in fünfzig Jahren so enorm gewachsen, dass die Möglichkeiten für Spin-Offs beinahe unendlich sind. Ich habe mich für Atlantis entschieden, weil es für mich das interessanteste Setting für eine Ableger-Serie darstellt. Geplant waren von mir ursprünglich vier Trilogien, also zwölf Bände, aus der Sicht verschiedener Protagonisten (Kara, Myxin, eine Bedienstete des Hauses Delios und John Sinclair). Aber das war mehr eine Art grober Entwurf, den ich meiner damaligen Redakteurin vorgelegt habe. Warum die Serie damals nicht realisiert wurde, kann ich nicht sagen, aber als sich herausstellte, dass die Miniserie CASTOR POLLUX bei den Leserinnen und Lesern so gut ankam, dass man sie demnächst in einer zweiten Staffel fortsetzen will, habe ich ATLANTIS-LEGENDEN noch mal zur Sprache gebracht – und lief zu meiner Überraschung offene Türen ein.
Offene Türen einrennen? Das hat dich überrascht?
Der Vergleich ist gar nicht so verkehrt. Man stelle sich einen motivierten Autor vor, der vor einer verschlossenen Tür steht und sich seit Jahren dagegen wirft. Und gerade, als er zum letzten Mal Anlauf nimmt, wird sie auf der anderen Seite geöffnet. Ich flog hindurch und war so überrascht, dass ich auf der anderen Seite fast aus dem Fenster fiel. Ich war fast überrumpelt davon, sodass ich plötzlich unter Stress geriet. Wie gesagt, es gab ein grobes Konzept, aber ich hatte noch gar keine Handlung! Und zurzeit schreibe ich ja zudem den Haupthandlungsbogen in der eigentlichen Sinclair-Serie, mit Lilith, Pandora, dem Eisernen Engel und Myxin und über das Schicksal des Spuks – übrigens auch eine meiner Lieblingsfiguren.
Ist das der Grund, warum die Miniserie jetzt nur noch sechs Bände hat?
Die Vorgabe kam vom Verlag. Zum einen wollte man eine straffe Handlung mit sehr viel Inhalt. Zum anderen erscheinen mit der wöchentlichen Hauptserie und SINCLAIR-CLASSICS und der SONDER-EDITION alle 14 Tage zwei Sinclair-Romane die Woche, und da möchte man auch auf den Geldbeutel der Fans Rücksicht nehmen. Aber die Taschenheft-Romane sind um einiges länger als die Heftromane, also habe ich letztendlich mehr Raum für die Geschichten.
Aber das ursprüngliche Konzept hat sich bei der konkreten Planung der Serie verändert. Inwiefern?
Als Erstes flog John Sinclair raus, denn der Reiz eines Spin-Offs liegt für mich darin, eine Geschichte ohne den Helden zu erzählen, der ohnehin schon Woche für Woche ein Abenteuer in seiner eigenen Serie erlebt. Trotzdem sollten die Fans bei der Ankündigung leuchtende Augen bekommen, daher kam für mich eigentlich nur die Zeit kurz vor dem Untergang von Atlantis infrage, schließlich wollte ich all die bekannten Figuren aus der Sinclair-Serie dabeihaben: Kara, Myxin, den Eisernen Engel, Delios, Haro und natürlich den Schwarzen Tod. Einerseits will der Verlag mit diesem Spin-Off ohne direktem Bezug zur aktuellen Haupthandlung in JOHN SINCLAIR neue Leserinnen und Leser ansprechen, die noch nie einen Sinclair gelesen haben, denn die Geschichte ist ja lange vor der eigentlichen Serie angesiedelt, andererseits aber auch Altfans zurückgewinnen und das Interesse der vielen Hörspiel-Fans wecken, die bisher noch keine Leserinnen und Leser sind. Und man will auch junge weibliche Leser hinzugewinnen, die im Buchmarkt eine sehr große und attraktive Zielgruppe darstellen. Darum auch die Entscheidung, die Geschichte aus der Sicht der sechzehnjährigen Kara zu erzählen.
Dann erzähl mal etwas über die Handlung. Worauf dürfen wir uns gefasst machen?
Wir springen in eine Zeit gut fünf bis zehn Jahre vor dem Untergang von Atlantis. Kara ist sechzehn, und der Schwarze Tod kommt auf die Erde. Im Prinzip geht es darum, wie die Menschen und Dämonen mit dem Auftauchen dieser noch unbekannten Bedrohung umgegangen sind. Aber auch, wie sich der Schwarze Tod verhalten hat. Für die Fans gibt es zahlreiche Anspielungen und Easter-Eggs. Für mich als Autor bestand der Reiz vor allem darin, bekannte Figuren und Charaktere aus einer neuen Perspektive zu beschreiben. So erleben wir beispielsweise eine recht junge Kara, die noch weit davon entfernt ist, die kämpferische Heldin zu sein, die wir aus der JOHN SINCLAIR-Serie kennen. Myxin ist noch ein richtig fieser Kerl, und auch von Haro erfahren wir wesentlich mehr, als wir bisher von ihm wissen. Das Gleiche gilt für den Eisernen Engel und seine Rolle als Anführer der Vogelmenschen. Aber auch über die Religion und Mythologie der alten Atlanter habe ich mir Gedanken gemacht und dabei versucht, alles so genau wie möglich in den bestehenden Kanon einzubetten.
Hast du dich dabei genau an die Vorgaben von Jason Dark gehalten? Er hat ja diese ganzen Figuren entwickelt und immer wieder in seinen Romanen das Thema Atlantis aufgegriffen!
Ja, die Romane von Jason Dark habe ich alle gelesen. Ich kam ja als absoluter Fan zur JOHN SINCLAIR-Serie. Und ich habe während der Vorbereitung und während des Schreibens die entscheidenden Romane noch einmal gelesen, um dem Meister nicht zu widersprechen. Es gibt zahlreiche Verweise auf die Schlüsselromane zum Thema Atlantis innerhalb der Serie, beispielsweise „Albtraum in Atlantis“, „Karas grausame Schwester“ und „Ich, Myxin“, um nur ein paar zu nennen. Natürlich habe ich mir an der einen oder anderen Stelle auch ein paar Freiheiten erlaubt, allerdings immer unter der Berücksichtigung, dass die Geschehnisse nicht den in der Hauptserie etablierten Begebenheiten widersprechen.
Bleibt es denn bei den sechs Bänden? Bei CASTOR POLLUX startet demnächst die zweite Staffel. Was macht ihr, wenn ATLANTIS-LEGENDEN ein Riesenerfolg wird?
Es gibt durchaus Potenzial für eine Fortsetzung, aber auch für ein mögliches Prequel. Doch dem Verlag und mir spukt zuvor noch ein weiteres Sinclair-Spin-off im Kopf herum, das wir gerne im Anschluss bringen würden und auf das ich schon echt heiß bin. Aber zunächst mal konzentriere ich mich voll und ganz auf diese sechs Bände ATLANTIS-LEGENDEN! Alles andere ist Zukunftsmusik!