Photoausstellung zum Thema "Heimat" in München           

Meldung vom 12.09.2005
Am 21. September 2005 eröffnet in der Galerie Reygers, München, eine ungewöhnli-che Ausstellung zum Thema „Heimat“. Gezeigt werden großformatige Photographien mit Motiven der Heimat- und Bergwelt, die bereits als Titelbilder der romantischen Romanhefte aus dem Bastei Verlag Verwendung fanden.
Einige der 30 Bilder zum Thema "Heimat"
„Heimat“ steht geografisch für den Ort, an dem man heimisch ist. Ein Ort, mit dem man sich verbunden fühlt. „Ubi bene, ibi patria“, stellte schon Cicero fest. Der Wunsch nach Heimat ist heute aktueller denn je. In Zeiten der wirtschaftlich unsicheren Lage und der ständigen Hektik erwachen die universellen Sehnsüchte der Menschen – nach Glück, Harmonie und Geborgenheit. Das zeigt sich in der Volksmusik ebenso wie im TV und der Literatur.


Elfie Ligensa, Cheflektorin bei BASTEI, weiß das nur zu gut: „Unsere Leserinnen erwarten Geschichten zum Abtauchen in eine andere Welt. Eine Welt, in der das Gute siegt, in der Wunsch und Wirklichkeit miteinander verschmelzen, in der scheinbar auswegslose Konflikte lösbar sind. Die heile, geordnete Romanwelt bildet einen Gegenpol zu Unruhe und Orientierungslosigkeit unserer Zeit, das Happyend vermittelt Hoffnung und Optimismus – etwas, das jeder brauchen kann.“ Woche für Woche veröffentlicht der Bastei Verlag seine heimlichen Bestseller im Heftformat, sei es als Arzt- als Liebes- oder Fürstenroman. Das Genre Heimat steht dabei im Moment wieder besonders hoch im Kurs. Elfie Ligensa: „In der ländlichen Abgeschiedenheit der romantischen Bergwelt gelten sie noch, die guten, alten Werte.“


Jetzt widmet sich eine Ausstellung der Fotografin Anne-Marie von Sarosdy diesem Thema: Ihre rund 30 Bilder zeigen typisch romantische Szenen wie das Fensterln oder ein verliebtes Paar in den Bergen; typische Charaktere wie den muskulösen Holzhacker oder die brave Milchmagd – einst Cover der BASTEI Heimat-Romanhefte. Die Düsseldorfer Fotografin zaubert die perfekte Heimat-Traumwelt und bedient dabei die typischen Klischees von Herz und Schmerz: kirschrote Lippen, kaiserblauer Himmel, saftig grüne Wiesen mit glücklichen Kühen.

Die gebürtige Ungarin Anne-Marie von Sarosdy:
Anne-Marie von Sarosdy
„Die Auseinandersetzung mit der zunehmenden Globalisierung zu einem riesigen Melting-Pot führt jede Nation gleichzeitig zu ihrer ureigenen Kultur und Tradition zurück. Wir Deutschen scheuen uns jedoch mitunter unserer Geschichte und damit zu unrecht unserer Heimatverbundenheit. Das ist der Grund, warum ich für meine Arbeit das Thema ‚Heimat’ gewählt habe.“


„Es ist schöner als schön, realer als real, präsenter als präsent. Es ist alles so, wie es sein sollte – und verrät damit mehr als uns vielleicht lieb sein mag über uralte Wunschvorstellungen“, meint Magdalena Kröner, Kulturjournalistin: „Gegen die künstlich überhöhten Paradiese der französischen Meister des Hochglanz-Kitsches, Pierre et Gilles, sind die Idyllen, die Anne-Marie von Sarosdy zeigt, gänzlich anderer Natur und deshalb doppelt verführerisch, doppelt amüsant. Die Fotografin zeigt echte Menschen in echten Landschaften – nur, dass die blühende Wiese ein bisschen grüner, der leuchtende Himmel ein bisschen blauer, das Lächeln der Frauen ein bisschen süßer erscheint und die starken Männer echte Helden sind. Doch täuschen wir uns nicht: Im Auge des treu blickenden Collies blitzt der Schalk…“


Die Ausstellung der Galerie Reygers behandelt ein zeitgemäßes und äußerst spannendes Thema. Ein Thema, mit dem sich Psychoanalytiker und Sozialwissenschaftler beschäftigten. In den Bildern von Anne-Marie von Sarosdy bekommen Begriffe wie Liebe, Familie, Tradition und Natur wieder eine Bedeutung. Sie eröffnet virtuelle Welten und beleuchtet – ähnlich wie in den romantischen Romanheften – das Versprechen eines provisorischen Glücks.


Bettina Rothärmel, Verlagsleiterin BASTEI, zur Ausstellung: „Wir freuen uns, mit Anne-Marie von Sarosdy seinerzeit eine Fotografin gefunden zu haben, die die romantischen Inhalte der Romanhefte von BASTEI gekonnt in gefühlvolle Bilder umsetzt. Ihre Aufnahmen spiegeln die Welt wider, die die Leserinnen in unseren Serien wie „Silvia“ oder „Der Bergdoktor“ erwarten. Mit Interesse verfolgen wir nun die künstlerische Präsentation und sind stolz, dieses ungewöhnliche Vorhaben unterstützen zu können.“


Die Ausstellung in der Galerie Reygers, Widenmayerstr. 49, 80538 München,
Tel. 089 – 220370, ist geöffnet vom 21. September bis zum 27. Oktober 2005
montags bis donnerstags von 15.30 – 19.00 Uhr, sowie nach Vereinbarung.



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