18.07.2019, 23:33 Uhr

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Heftvorschau "Lassiter"


Band 2452
Erschienen am 16.07.2019
Die Rebellen vom Jigsaw Peak

Die angeheuerten Revolvermänner aus Grand Junction trugen schwere Pelzjacken und starrten Garry Dodge mit finsteren Mienen an. Sie waren aus dem gleichen Holz geschnitzt wie die Kerle, mit denen Dodge schon hinauf zur Nims Mine gezogen war.
"Was für'n garstiges Wetter!", meinte einer der Männer und wischte sich den gefrorenen Rotz von der Nase. "Die ganze Nacht hat's gestürmt! Ich wäre für 'nen Fünfziger extra für jeden!"
Die Gleise waren unter vierzig Fuß Schnee begraben und würden es selbst noch am Himmelfahrtstag sein. Es gab kein Durchkommen für die Lokomotive der Cold Mine und damit kein Eisenerz für die Agenturen unten in Gunnison. Die Cold Mine von James Taylor stand vor dem Ruin.
"Dreißig Kröten!", bot Dodge an. "Aber dafür bringt ihr den alten Taylor ins Grab!"


Band 2453
Erscheint am 23.07.2019
Vier Gräber am Amargosa

Die Berge rückten näher, das Land wurde grüner und der Amargosa River führte nun durchgehend Wasser. Isabelle beugte sich vom Kutschbock, um zurückzuschauen: Die Mojavewüste war nur noch ein Dreckstreifen unter der Morgensonne. Plötzlich wackelte und holperte der Planwagen und ihr Vater neben ihr begann auf Französisch zu fluchen. Ein Hinterrad hatte sich gelöst und rollte ins Gras. In diesem Moment trennten Isabelle nur noch zwei Schritte von der Hölle.
Der Vater, sowieso schon übel gelaunt, weil der Scout sich über Nacht davongestohlen hatte, rief fluchend nach Louis, und die Mutter zeterte, er solle aufhören zu fluchen. Die anderen Wagen des Trecks rollten weiter.
Isabelle sprang vom Bock, um das Wagenrad aus dem Gras zu holen. Plötzlich sah sie Reiter durch den Fluss heranpreschen. Da trennte nur noch ein Schritt sie von der Hölle.


Band 2454
Erscheint am 30.07.2019
Gefangene der Felsenfestung

Unbarmherzig brannte die Sonne vom wolkenlosen Himmel auf Tucson herab und hüllte die Stadt in eine Hitzeglocke. Das Atmen fiel schwer, und den meisten Menschen waren die Anstrengungen, die die Temperaturen mit sich brachten, regelrecht in die Gesichtszüge gemeißelt.
Zwei Männer jedoch zeigten sich von den Wetterbedingungen unbeeindruckt. Und als sich ihre Blicke wie durch Zufall trafen, da war es nicht die Glut des Tages, die zwischen ihnen stand, sondern eisige Kälte.
"Beobachten Sie mich etwa, Marshal?", meinte Rob Johnson, zügelte sein Pferd und spuckte auf den Boden. "Allmählich müssten Sie doch wissen, dass ich das gar nicht leiden kann."
Die Miene des Sternträgers verhärtete sich. Langsam glitt seine Rechte von der Gürtelschnalle zum Holster und legte sich auf den Griff seines Revolvers. Es war an der Zeit, die lange überfällige Entscheidung herbeizuführen.




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