19.01.2020, 10:03 Uhr

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Heftvorschau "Lassiter"


Band 2478
Erschienen am 14.01.2020
Lassiter und die falsche Zeugin

Lumpenhunde! Alle miteinander! Mason Paxton zerbiss einen Fluch auf den Lippen und kippte noch mehr Whiskey in sich hinein. Das Bleistück in seinem Unterschenkel brannte, als würden sich Feuerameisen in sein Fleisch bohren. Als er die Flasche absetzte, fiel sein Blick auf das Werkzeug in der Hand seines Gegenübers. Das metallene Blatt war scharf wie die Zähne eines jungen Schakals. Getrocknetes Blut sprenkelte die Zacken.
Paxton verengte die Augen zu Schlitzen. "Was wollen Sie mit der Knochensäge, Doc?"


Band 2479
Erscheint am 21.01.2020
Ein Fluch namens Rebecca

Der Schrei, der durch die dünne Wand aus dem Nebenzimmer an Lulus Ohren drang, brachte ihr eigenes pflichtschuldiges Stöhnen zum Verstummen. Denn die Stimme von nebenan klang so grauenvoll, dass die Dirne unwillkürlich den Atem anhielt.
Dann riss der für einen Mann eigentlich zu hohe Laut plötzlich ab und ging in ein Gurgeln über. Lulu ahnte, weshalb, und alle Farbe wich aus ihrem Gesicht, während sie sich von ihrem Freier löste, der offenbar nichts mitbekommen hatte.
"Hey!", rief der Mann aus, der überall außer auf seinem Schädel dicht behaart war. "Was soll das, warum hörst du auf?"
Lulu stieg aus dem Bett und funkelte den Freier an. "Bist du taub? Nebenan wurde gerade jemandem die Kehle aufgeschlitzt!"


Band 2480
Erscheint am 28.01.2020
Rebeccas letzter Tag

"Der Mistkerl hatte nicht viel Zeit, seinen Verrat zu bereuen", knurrte Deputy Eddy Cupper und sah mitleidlos auf seinen ehemaligen Kollegen hinab. Otto Smith' Augen starrten blicklos zurück. Das fahle Antlitz des nassen Leichnams wirkte erstaunt, als wäre der Tod schnell und überraschend gekommen. Cupper schlug fröstelnd den Jackenkragen hoch, sog an seiner Zigarette und blickte in den Morgennebel, der über der Eastern Branch lag wie ein feuchtes Leichentuch.
Vier Tote in drei Tagen. Die "Dunstone-Affäre", wie sie diesen Fall intern nun nannten, forderte einen hohen Blutzoll. Obwohl es Cupper schwerfiel, die Ermordeten als Opfer zu betrachten. Denn unschuldig war keiner von ihnen gewesen.




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