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Band 2006
Erschienen am 16.04.2019
Die Jagd auf mich
Geschrieben von G. F. Unger

Irgendwann macht jeder Mann mal einen Fehler, und auch ich hatte im Laufe meines Lebens dann und wann welche gemacht - ich, Johnny Laredo.
Aber ich war stets heil davongekommen.
Diesmal jedoch sah ich keine Chance. Sie hatten mich am Wickel. Mein Fehler war es, dass ich nicht weit genug geritten war und mein Lager nicht sorgfältig genug gewählt hatte.
Und überdies hatte der Hombre, mit dem ich eine lange Nacht und den darauf folgenden Tag gespielt hatte, einen Indianer bei sich. Nun stand dieser Indianer drei Schritte hinter mir und hielt eine Schrotflinte bereit. Mit diesem Ding konnte er mich in zwei Hälften schießen. Ich wusste das. Und deshalb versuchte ich keinen Trick. Ich ließ die Finger von meinem Colt, der neben mir im Gras lag.
Im grauen Morgenlicht sah ich den anderen Mann an. Ich erkannte ihn sofort, denn er gehörte zu jener Sorte, an die man sich sogar dann erinnert, wenn man sie zuvor nur flüchtig gesehen hat. Ja, dieser Bursche sah prächtig aus. Ich hatte ihm länger als zwanzig Stunden am Spieltisch gegenübergesessen, hatte ihn also sorgfältig beobachtet und studiert. An ihm war alles richtig - äußerlich.
Aber er konnte nicht verlieren.
Das wurde mir jetzt völlig klar ...


Band 2007
Erscheint am 23.04.2019
Duell mit dem Tod
Geschrieben von G. F. Unger

Seit drei Tagen und Nächten beobachtete ich die heruntergekommene Farm, in der die drei Kerle untergekrochen waren, deren Fährte ich folgte.
Manchmal sah ich auch das Mädchen, das sie in ihrer Gewalt hatten.
Fast drei Wochen waren vergangen, seitdem sie die Postkutsche überfallen und ausgeraubt hatten. Das Mädchen nahmen sie mit und flüchteten über den Pecos ins Land der Geächteten. Sie entkamen allen Aufgeboten.
Nur ich blieb auf ihrer Fährte, denn ich wollte mir die tausend Dollar verdienen, die der Vater des Mädchens mir versprochen hatte, wenn ich ihm die Tochter zurückbringen würde.
Wie ein halb verhungerter Wolf hatte ich mich an ihre Fersen geheftet. Und ich war entschlossen, mir meine Beute nicht entreißen zu lassen ...


Band 2008
Erscheint am 30.04.2019
Die Sage-Valley-Fehde
Geschrieben von G. F. Unger

Langsam durchquert Dan Hancok den Sage Creek, und als er seinen braunen Wallach auf der anderen Seite den Uferhang hinaufgetrieben hat, hält er an.
Unbeweglich sitzt er eine volle Minute im Sattel und starrt auf den neuen Zaun. Schließlich seufzt er bitter. Seine rauchgrauen Augen spähen scharf in die Runde, und seine Rechte berührt kurz den glatten Kolben des Gewehrs, das er im Scabbard bei sich führt.
Dann beugt er sich zur Seite, holt eine Drahtzange aus der Satteltasche und drängt sein Pferd dicht genug an den Zaun heran. Er beugt sich noch tiefer aus dem Sattel und schneidet alle vier Stacheldrähte durch.
Langsam reitet er dann zum nächsten Pfosten. Auch hier verschwinden die vier durchgeschnittenen Drähte im kniehohen Ufergras.
Dan Hancok steckt die Zange weg und reitet weiter. Nach einer halben Meile kommt er an einen ziemlich großen See. Hier stehen viele Rinder in kleinen Rudeln auf der Weide oder bis zu den Knien im See. Am Weg steht eine Blockhütte.
Beim Klang der Hufschläge treten zwei Cowboys heraus. Ihre scharfen Gesichter bleiben beim Anblick des Reiters unbeweglich - und ihre Blicke verraten nichts von dem, was in ihnen vorgeht. Es sind zwei hartgesottene Burschen, und sie starren Dan Hancok nur durchdringend an.
Was sie sehen, ist ein großer, sehniger und hart wirkender Mann, der stolz im Sattel sitzt ...



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