Heftvorschau           

Band 2056
Erschienen am 31.03.2020
Land des Todes
Geschrieben von G. F. Unger

Es war ein schlimmes Land für jedes Lebewesen. Es war grausam und hart zu allen, die darin leben mussten. Die Männer in diesem Land waren wild, hart und unbezähmbar.
Die Frauen aber brauchten ihre ganze Kraft, sonst zerbrachen sie. Ja, es war ein schlimmes, ein weites, verlorenes und schweigendes Land, graugelb, mit gleißenden Sonnenuntergängen und kalten Nächten.
Coyoten und Wüstenwölfe lebten darin, Klapperschlangen, Antilopen, Adler, Pumas und Schwarzschwanzrehe. Und eine Handvoll Soldaten in blauen Uniformen ritt manchmal durch dieses Land.
Es gab auch einige Rancher und Siedler dort.
Es gab außerdem Geächtete, denen dieses Land zur letzten Zuflucht wurde. Und einige Männer suchten dort nach Gold.
Dieses schlimme Land gehörte den Apachen. Sie lebten darin wie die Coyoten und alles andere Getier.
Und die Behörden in Tucson/Arizona, setzten noch im Jahre 1880 eine Belohnung auf jeden Apachen-Skalp aus.
Es gab also auch Skalpjäger in diesem Land.
Wirklich, es war ein Land des Todes. Auch Lee Wade lebte darin. Und von diesem Mann, der sich Lee Wade nannte, und von einigen anderen Menschen will ich jetzt berichten ...


Band 2057
Erscheint am 07.04.2020
Horse Queen
Geschrieben von G. F. Unger

Es war in Santa Fe, als ich sie zum ersten Mal sah. Sie beeindruckte mich schon aus einiger Entfernung durch die Art, wie sie sich bewegte. Ja, das war was fürs Auge! Da schritt eine Frau so leicht und geschmeidig dahin, dass sie richtig vollendet wirkte, ganz und gar ohne Makel. Denn auch ihre Proportionen stimmten.
Und dann sah ich sie wenig später aus der Nähe. Nun, sie war gewiss nicht schön, aber auf eine herbe Art anziehend. Ich spürte ihre Ausstrahlung, als mich kurz ihr prüfender Blick traf. Dieser Blick gehörte zu ihrer ganzen Art. So prüfte sie gewiss alles auf dieser Erde, was ihr begegnete, kurz, aber intensiv, ganz und gar wie ein Mensch, der sich nur auf seinen Instinkt verließ. Dies sagte mir, dass sie eine Frau war, die das Leben kannte und der kaum noch etwas fremd blieb, weil ihre Wege rau gewesen waren ...


Band 2058
Erscheint am 14.04.2020
Sterben für dreizehn Dollar
Geschrieben von G. F. Unger

Es war ein schöner Vormittag. Ich war zum Creek geritten, um zu fischen, und ich hatte ein halbes Dutzend Forellen in dem Weidenkorb, den Nelly mir mitgab, als ich sie nach einem sehr frühen Frühstück verließ.
Ich war nun gegen Mittag auf dem Heimweg zu Nelly.
Aber wenn ich »Heimweg« sage, dann muss man das nicht so wortwörtlich nehmen.
Gewiss, bei Nelly Coburne war ich zeitweilig »daheim«, und sie wollte mich auch gerne heiraten - aber ...
Nun ja, liebe Leser meiner Geschichte, wie soll ich das erklären? Irgendwie hielt mich immer wieder eine innere Stimme davon ab, Nelly Coburnes Ehemann zu werden. Denn gegen sie war ich ein armer Hund. Sie besaß nämlich den Saloon in Santa Angel. Und das war keine kleine Sache.
Aber ich will die ganze Sache von Anfang an erzählen. Und dieser Anfang beginnt mit meinem Heimweg vom Creek zu Nelly in Santa Angel ...



Top

 
Sie interessieren sich für unsere aktuellen Meldungen? Hier finden Sie die neuesten Informationen rund um unsere Verlagsprodukte.
mehr ...
Content Management by InterRed