Heftvorschau "Winchester"           

Band 637
Erschienen am 19.11.2019
Sein letzter Ritt

Nacht über dem Edwards Plateau. Stetig strich der Texaswind über das einsame Land zwischen Colorado und Pecos River.
Die drei Männer, die sich vor dem flutenden bleichen Mondlicht in den tiefen Schatten einer überhängenden Felswand zurückgezogen hatten, hörten den Hufschlag eines sich langsam nähernden Pferdes.
"Ich sehe mal nach", brummte Sam Hoare. Er trat aus dem Schatten und blickte nach Osten. Er stand auf hartem Grund, aber in einer Entfernung von nicht mehr als zwei- bis dreihundert Yards glänzte bläulich das Grasland im Mondlicht.
Als der schnell trabende Reiter den Grasstreifen überquerte, wurde der Hufschlag fast verschluckt, dann pochte er dumpf auf einer Sandinsel.


Band 638
Erscheint am 26.11.2019
Sie empfingen ihn mit Blei

Am Rande der Stadt peitschten ihm Schüsse entgegen. Es war ganz in der Nähe des Kansasflusses, dort, wo in der letzten Zeit ein großes Getreidelagerhaus neben dem anderen errichtet wurde. Rocky Steel riss sein Pferd von der Fahrbahn in die Schattennacht. "Seit wann ist man denn nicht mal hier in Topeka sicher?", schimpfte er gedämpft.
Der Marshal warf sich aus dem Sattel, denn der unbekannte Gegner schoss immer noch herüber. Die Geschosse klatschten in den mächtigen Holzbau hinter Rocky. Der Marshal verließ seine Fuchsstute und schlich tief geduckt vier Pferdelängen straßenaufwärts dicht an der Lagerhauswand entlang, lautlos wie ein Indianer auf weichen Mokassins.
Jetzt befand er sich außerhalb der Gefahrenzone.


Band 639
Erscheint am 03.12.2019
Jagd ohne Gnade

Der einsame Reiter auf der goldfarbenen Palomino-Stute trabte langsam durch das flache, ausgetrocknete Land, in dem nur hier und da ein paar Kreosotbüsche zwischen dem gelben Büffelgras ihr kärgliches Dasein fristeten. Aus einiger Entfernung konnte man beinahe annehmen, dass der Reiter im Sattel eingeschlafen sei, aber dieser Eindruck trog. Das braungebrannte, unrasierte Gesicht unter dem flachen Stetson war gespannt, und die wachsamen blauen Augen übersahen nicht einmal eine Eidechse, die über den Pfad huschte.
Aus dem Hitzedunst, der über der Prärie schimmerte, erhoben sich verschwommen die Fußhügel der Guadalupe Mountains. Der Reiter richtete sich etwas auf und konnte nach einiger Zeit die Umrisse des Cedar Canyon erkennen. Pete Allison gab dem Pferd einen sanften Klaps auf den Hals.
"Noch zwei Stunden, dann haben wir es für heute geschafft, Whitey. Dann können wir uns vollfressen und ein paar Stunden lang ausruhen. Danach sehen wir uns mal in Pecos nach den Carver Brothers um."



Top

 
Sie interessieren sich für unsere aktuellen Meldungen? Hier finden Sie die neuesten Informationen rund um unsere Verlagsprodukte.
mehr ...
Content Management by InterRed