Heftvorschau "Lassiter"           

Band 2479
Erschienen am 21.01.2020
Ein Fluch namens Rebecca

Der Schrei, der durch die dünne Wand aus dem Nebenzimmer an Lulus Ohren drang, brachte ihr eigenes pflichtschuldiges Stöhnen zum Verstummen. Denn die Stimme von nebenan klang so grauenvoll, dass die Dirne unwillkürlich den Atem anhielt.
Dann riss der für einen Mann eigentlich zu hohe Laut plötzlich ab und ging in ein Gurgeln über. Lulu ahnte, weshalb, und alle Farbe wich aus ihrem Gesicht, während sie sich von ihrem Freier löste, der offenbar nichts mitbekommen hatte.
"Hey!", rief der Mann aus, der überall außer auf seinem Schädel dicht behaart war. "Was soll das, warum hörst du auf?"
Lulu stieg aus dem Bett und funkelte den Freier an. "Bist du taub? Nebenan wurde gerade jemandem die Kehle aufgeschlitzt!"


Band 2480
Erscheint am 28.01.2020
Rebeccas letzter Tag

"Der Mistkerl hatte nicht viel Zeit, seinen Verrat zu bereuen", knurrte Deputy Eddy Cupper und sah mitleidlos auf seinen ehemaligen Kollegen hinab. Otto Smith' Augen starrten blicklos zurück. Das fahle Antlitz des nassen Leichnams wirkte erstaunt, als wäre der Tod schnell und überraschend gekommen. Cupper schlug fröstelnd den Jackenkragen hoch, sog an seiner Zigarette und blickte in den Morgennebel, der über der Eastern Branch lag wie ein feuchtes Leichentuch.
Vier Tote in drei Tagen. Die "Dunstone-Affäre", wie sie diesen Fall intern nun nannten, forderte einen hohen Blutzoll. Obwohl es Cupper schwerfiel, die Ermordeten als Opfer zu betrachten. Denn unschuldig war keiner von ihnen gewesen.


Band 2481
Erscheint am 04.02.2020
Serenade für zwei Colts

Es war schon dunkel, als Link Barlow die Idee kam, dem Gefangenen einen Besuch abzustatten. Der Kerl lag im Schuppen gleich hinter dem Wohnhaus.
Oh, wie ich diesen Lassiter hasse, dachte der Bandit. Am liebsten hätte Barlow ihn auf der Stelle erschossen. Doch der Boss war noch nicht fertig mit ihm. Er wollte wissen, wer der Auftraggeber des Schnüfflers war. Bisher hatte er kein Wort aus Lassiter herausbekommen.
Barlow öffnete die Tür. Im Schein des Mondlichts erkannte er die dicke Wolldecke, unter der sich der Gefangene verkrochen hatte. "He, steh auf", knurrte er. "Will 'ne Runde mit dir plaudern."
Unter der Decke regte sich nichts. Barlow kam näher, zog seinen Colt und riss mit der anderen Hand die Decke hoch.
Der Schlafplatz lag verwaist - der Gefangene war geflohen ...



Top

 
Sie interessieren sich für unsere aktuellen Meldungen? Hier finden Sie die neuesten Informationen rund um unsere Verlagsprodukte.
mehr ...
Content Management by InterRed