Heftvorschau "Gespenster-Krimi"           

Band 22
Erschienen am 13.08.2019
Die Geistergräfin von Heidebrock
Geschrieben von Julia Conrad

Sie hatte geträumt, dass sie einen endlos langen, steingepflasterten Flur entlangging. Ausgestopfte Hirschköpfe mit blinden Glasaugen hingen an den Mauern, das Geweih so weit vorgestreckt, dass sie sich immer wieder darin zu verfangen fürchtete. Es war kalt, und doch rann ihr der Schweiß über die Wangen.
Eine fürchterliche Beklemmung hielt sie umfangen, als sie, gegen ihren Willen gezogen und geschoben, immer weiter vorwärts gedrängt wurde. Jeder Schritt brachte sie näher an eine Tür heran, die sich halb hinter einem schweren grünen Brokatvorhang verbarg. Aus einem waagrechten Schlitz knapp über dem Boden leuchtete ein schwaches, violettes Licht hervor, das sie magisch anzog.
Schließlich hatte sie die Tür erreicht. Von einem inneren Zwang getrieben kniete sie nieder und schob die Hand durch den Spalt. Und da fühlte sie, wie diese von einer anderen gepackt wurde! Eine eiskalte, knochige Klaue war es, mit langen, scharfen Nägeln!


Band 23
Erscheint am 27.08.2019
Das lebende Porträt
Geschrieben von Earl Warren

Massimo Bunavo betrachtete das Gemälde, das sein letztes sein sollte. Die Augen des hageren, ausgezehrten Mannes mit den roten Fieberflecken auf den Wangen funkelten irr und dämonisch. Ein abstoßendes Lächeln zuckte über sein Gesicht mit dem grauen Knebelbart.
„Dieses Bild übereigne ich der Adelsfamilie De Simone“, rief er. „Es soll mein Vermächtnis sein, mein Fluch, der aus dem Jenseits auf diese Elenden niederfährt. Furchtbar sollen die De Simones die Schuld büßen, die sie auf sich geladen haben.“
Das Bildnis war schlechthin vollendet, ein makabres Kunstwerk, wie vielleicht noch nie eines auf der Erde geschaffen worden war. Eine Atmosphäre des Grauens, der sich niemand entziehen konnte, ging von dem Bild aus ...


Band 24
Erscheint am 10.09.2019
Die Mörderbäume
Geschrieben von Earl Warren

Aus dem Tagebuch des Edward Mackintosh, London, August 1975

Fünfundzwanzig grauenvolle Jahre habe ich im Geisterwald im Banne des Ungeheuers gelebt. Achaz ist die schrecklichste Kreatur, die je über diese Erde gewandelt ist. Oh, wie habe ich den Tag verflucht, als abergläubische Dorfbewohner mich, den ausgesetzten Findling, zu dem Alten brachten! Ich bin sicher, dass er mich schon damals für den schrecklichsten seiner Pläne auserkoren hatte. Nach all den Jahren kenne ich ihn wie kein anderer.
Heute versuchen gelehrte Professoren, die Rätsel um den alten Achaz und seinen Zauberwald zu lösen. Ich aber sage, lasst diese Dinge ruhen, lasst sie um Gottes Willen ruhen!



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